Es war ein Narzissenfest bei Kaiserwetter und jetzt wälzt sich die Verkehrslawine aus dem Tal.
Posts mit dem Label Handwerkskunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Handwerkskunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 28. Mai 2017
Mittwoch, 16. Januar 2013
....und heute kam das Christkind
Ein bekannter Kolumnist erfand für unseren Dienstleistungsbetrieb "Post" die Abkürzung ULP.
In meiner heutigen Weihnachtsgeschichte kann ich wiedereinmal kein Loblied auf ULP singen (macht nichts, wer mich genauer kennt, weiss, dass ich freiwillig keinen Gesang von mir gebe sondern nur stumm die Lippen bewege. Besser noch, ich schreibe, was sich zugetragen hat.
Meine sehr geschätzte Blogfreundin aus Finnland fragte mich kürzlich vorsichtig, ob ich denn ihre Weihnachtsgrüsse erhalten hätte, die sie am 12.12.12 abgesandt hat. Hätte ich dieses originelle Päckchen im Hausbriefkasten vorgefunden, ich wäre vor Freude gehüpft. Dem war nicht so. Nachforschungen haben ergeben, dass mir ULP angeblich eine Benachrichtigung (für ein ca. 25 x 15 cm kleines Päckchen !!) in den Briefkasten gelegt hat, da nach Hinterlegungsfrist von mir nicht abgeholt, ging das Packerl wieder auf die Reise nach Finnland. Fast einen Monat später kam es dort wieder an. Und heute - denkt euch - ist das nochmals versandte Packerl eingetroffen.
Vor mir steht eine winzige Staffelei mit einem liebevoll gemalten Bild auf Keilrahmen im Miniformat, dazu eine "keramische" Weihnachtskarte - wenn heute auch schon der 16. Jänner ist, ich bin direkt ins Herz getroffen !
Liebe Grüsse und DANKE nach Finnland
In meiner heutigen Weihnachtsgeschichte kann ich wiedereinmal kein Loblied auf ULP singen (macht nichts, wer mich genauer kennt, weiss, dass ich freiwillig keinen Gesang von mir gebe sondern nur stumm die Lippen bewege. Besser noch, ich schreibe, was sich zugetragen hat.
Meine sehr geschätzte Blogfreundin aus Finnland fragte mich kürzlich vorsichtig, ob ich denn ihre Weihnachtsgrüsse erhalten hätte, die sie am 12.12.12 abgesandt hat. Hätte ich dieses originelle Päckchen im Hausbriefkasten vorgefunden, ich wäre vor Freude gehüpft. Dem war nicht so. Nachforschungen haben ergeben, dass mir ULP angeblich eine Benachrichtigung (für ein ca. 25 x 15 cm kleines Päckchen !!) in den Briefkasten gelegt hat, da nach Hinterlegungsfrist von mir nicht abgeholt, ging das Packerl wieder auf die Reise nach Finnland. Fast einen Monat später kam es dort wieder an. Und heute - denkt euch - ist das nochmals versandte Packerl eingetroffen.
Vor mir steht eine winzige Staffelei mit einem liebevoll gemalten Bild auf Keilrahmen im Miniformat, dazu eine "keramische" Weihnachtskarte - wenn heute auch schon der 16. Jänner ist, ich bin direkt ins Herz getroffen !
Liebe Grüsse und DANKE nach Finnland
Dienstag, 5. Juni 2012
Fortsetzung
Die Flaschen-Stoppel mit den Holzköpfen sind bei uns gerne in Gebrauch, Ähnliches machen wir auch in Keramik, liebe Clarissa und alle anderen Interessierten:
Schraubverschlüsse mit gedrechseltem "Überzieher", was nicht nur lieb aussieht, sondern auch ein leichteres Öffnen der Schraubverschluss-Flaschen ermöglicht!
Und dann gibt es da noch eine Spezialität aus Opas Erfinder-Werkstatt:
Schraubverschlüsse mit gedrechseltem "Überzieher", was nicht nur lieb aussieht, sondern auch ein leichteres Öffnen der Schraubverschluss-Flaschen ermöglicht!
Sonntag, 3. Juni 2012
Freitag, 6. Januar 2012
Behütet
Das hätte ich nie gedacht, als ich unlängst in unserer Wohnnähe ein Handarbeitsgeschäft entdeckte und mutig die Schwelle überschritt - man kennt meine noch immer bestehende Woll- und Nadelallergie - wunderte ich mich über mich selbst, als ich mit einem Sackerl Strickutensilien um € 60,-- wieder herauskam.
Ich hatte mich nämlich in die moderne Filzwolle verschaut und mutig wie ich bin gleich in's Volle gegriffen.
Die Insider wissen, dass Filzwolle eigentlich (glaube ich) Schafwolle ist, welche um 30-40 % grösser als gewünscht gestrickt nach Fertigstellung in der Waschmaschine schrumpft und ein verfilztes Ergebnis liefert.
Früher hätte man gesagt: "oh mein Gott, verwaschen" - nun ist es Absicht. Und mir verhalf es zu einem Erfolgserlebnis, ich hielt mich haargenau an diese Anleitung und das ist dabei herausgekommen:
Ich hatte mich nämlich in die moderne Filzwolle verschaut und mutig wie ich bin gleich in's Volle gegriffen.
Die Insider wissen, dass Filzwolle eigentlich (glaube ich) Schafwolle ist, welche um 30-40 % grösser als gewünscht gestrickt nach Fertigstellung in der Waschmaschine schrumpft und ein verfilztes Ergebnis liefert.
Früher hätte man gesagt: "oh mein Gott, verwaschen" - nun ist es Absicht. Und mir verhalf es zu einem Erfolgserlebnis, ich hielt mich haargenau an diese Anleitung und das ist dabei herausgekommen:
vorher
nachher
Da ich ja noch Unmengen Wolle vorrätig habe (so gross ist mein Kopf nun auch wieder nicht) bemühe ich mich gerade, eine Tasche anzufertigen, dafür habe ich keine so deppensichere Anleitung gefunden, ich buchstabiere gerade die Rezeptur aus einem Strickheft und verstehe manchmal nur "Bahnhof".
Damit ist ein für allemal Schluss mit Berichten über meine linkischen Übungen.
Wer jetzt aufmerksam durch Wien spaziert, kann vielleicht sagen "schau, da ist die mit dem Filzhut"
- sollte ich es jemals wagen, ihn aufzusetzen.
Dienstag, 3. Januar 2012
Customized Food
was ist das jetzt wieder? Individuell hergestellte Lebensmittel, also das Produkt nach eigenen Vorstellungen zusammengestellt, mit persönlichem Etikett versehen, und das alles im Internet bestellbar.
Durch die Welt der diversen Hersteller spazierend, erschien mir die Idee der
persönlichen Nudeln
besonders nett, fand aber auch unzählige Produkte, die heutzutage personalisiert hergestellt werden können.
Wenn wir also zukünftig nicht Zeit oder Lust oder die geeigneten Materialien für Selbsterzeugtes haben, können wir auf "Selbstgekauftes" - und doch persönlich aufgemacht - zurückgreifen.
Durch die Welt der diversen Hersteller spazierend, erschien mir die Idee der
persönlichen Nudeln
besonders nett, fand aber auch unzählige Produkte, die heutzutage personalisiert hergestellt werden können.
Wenn wir also zukünftig nicht Zeit oder Lust oder die geeigneten Materialien für Selbsterzeugtes haben, können wir auf "Selbstgekauftes" - und doch persönlich aufgemacht - zurückgreifen.
Samstag, 17. Dezember 2011
lieb und teuer
Das Gelee ist nach Anlaufschwierigkeiten schön geworden, dass ich für 5 Anissternchen jedoch ein Glas für € 3,39 kaufen musste, magerlt mich, daher gibt es dazu eine Spar-Verpackung, bedrucktes, gebrauchtes Papier als Überverpackung für Gläser, so gefaltet:
Damit sparen wir die Unkosten ein!
Was sonst geschehen ist in den letzten Stunden? Bitte sehr:
Weihnachtsbäckerei fertig, psst, diese Dose ist schon reserviert.
Ein wenig müde bin ich schon, den morgigen 4. Adventsonntag werden wir ruhig angehen, jetzt brauch ich noch eine ordentliche Körperpflege nach der vielen Putzerei in der überbeanspruchten Küche, hinterher ziehen wir uns mit einem Gläschen zurück.
Diese Geschenkbox ist auch schon für jemanden reserviert, ob es auffällt, wenn ich mir ein Tuberl ausborge?
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Erinnert ihr euch an MATADOR
Ein Radiobericht erinnert uns an ein generationenübergreifendes Spielzeug -
wer hatte denn keinen Matadorbaukasten oder einen Bruder, Freund, wo dieses sinnvolle Holzspielzeug für stundenlange kreative Beschäftigung sorgte?
wer hatte denn keinen Matadorbaukasten oder einen Bruder, Freund, wo dieses sinnvolle Holzspielzeug für stundenlange kreative Beschäftigung sorgte?
Durch Lego und andere Plastik-Baukästen kam Matador aus der Mode, aber es gibt ihn wieder.
Hier ein Auszug aus der Firmengeschichte, gelesen hier:
Eckdaten Geschichte:
1899: Erfindung von Matador durch Herrn Ing. Johann Korbuly
1901: Patentierung von Matador durch Ing. Johann Korbuly
1903: In einer kleinen Werkstatt im 4. Wiener Bezirk wird die erste Matador- Serie hergestellt
1915: Bau der Matador- Fabrik in Pfaffstätten
1945: Kurz nach dem 2. Weltkrieg brennt die Matador- Fabrik ab
1945-1946: Wiederaufbau der Fabrik
1950: Einführung der Matador Ki- Serie (für 2-5 Jährige)
1978: Verkauf von Matador an Herrn Kurt Falk
1979: Herr Falk erstellt ein neues Konzeptes: vermehrter Einsatz von Plastikteilen; Objektbaukästen statt Aufbaukastensystem etc.
1987: Abverkauf des Lagers und Einstellung der Produktion
1987-1997: keine Präsenz am Markt
1996: Ing. Mag. Michael Tobias kauft die Marke Matador
1996: Wiederentwicklung des lang bewährten Baukastensystems
1996: Vertrieb in Altlengbach
1997: Beginn der Produktion in Tschechien
1997: Ing. Mag. Michael Tobias kauft die Matador- Maschinen
1997: Verlagerung der Produktion nach Österreich (Waidhofen/Thaya)
ab 1998: 97% wird in Österreich produziert
2007: Übersiedlung des Firmensitzes nach St. Pölten
1901: Patentierung von Matador durch Ing. Johann Korbuly
1903: In einer kleinen Werkstatt im 4. Wiener Bezirk wird die erste Matador- Serie hergestellt
1915: Bau der Matador- Fabrik in Pfaffstätten
1945: Kurz nach dem 2. Weltkrieg brennt die Matador- Fabrik ab
1945-1946: Wiederaufbau der Fabrik
1950: Einführung der Matador Ki- Serie (für 2-5 Jährige)
1978: Verkauf von Matador an Herrn Kurt Falk
1979: Herr Falk erstellt ein neues Konzeptes: vermehrter Einsatz von Plastikteilen; Objektbaukästen statt Aufbaukastensystem etc.
1987: Abverkauf des Lagers und Einstellung der Produktion
1987-1997: keine Präsenz am Markt
1996: Ing. Mag. Michael Tobias kauft die Marke Matador
1996: Wiederentwicklung des lang bewährten Baukastensystems
1996: Vertrieb in Altlengbach
1997: Beginn der Produktion in Tschechien
1997: Ing. Mag. Michael Tobias kauft die Matador- Maschinen
1997: Verlagerung der Produktion nach Österreich (Waidhofen/Thaya)
ab 1998: 97% wird in Österreich produziert
2007: Übersiedlung des Firmensitzes nach St. Pölten
Es freut uns, dass das neue Eigentümer-Paar Claudia und Michael TOBIAS das Geschäft mit
folgender Einstellung führt:
In unserer Zeit der raschen Veränderungen ist es unserer Meinung nach wichtig nicht nur der Profitgier zu folgen, sondern das wirklich Wichtige für uns und unsere Kinder zu erkennen. Unser Motto lautet daher:
„We don´t make toys – we make children happy“
„We don´t make toys – we make children happy“
Mittwoch, 23. November 2011
Vinyl
An jeder Ecke ein Adventmarkt, in jedem Gässchen ein Punschstandl - sie beginnen schon im November, damit alle ihr Geschäft machen!
Wir haben uns längst abgewöhnt, von einem Markt zum anderen zu hasten, allerdings behalten wir uns vor, eine kleine Auswahl zu besuchen. Das sind besonders stimmungsvolle oder solche, wo befreundete Künstler ihre Produkte anbieten. So kamen wir auch zu diesem Markt im aussergewöhnlichen Ambiente des Bridgeclub Wien - ein Jugendstil-Ringstrassengebäude, von Alfred Loos gestaltet:
Und dort trafen wir neben unserer befreundeten Schmuckdesignerin "Fräulen Vinyl" mit der ambitionierten Idee, aus alten Vinylscheiben Schüsseln herzustellen!
Wir haben uns längst abgewöhnt, von einem Markt zum anderen zu hasten, allerdings behalten wir uns vor, eine kleine Auswahl zu besuchen. Das sind besonders stimmungsvolle oder solche, wo befreundete Künstler ihre Produkte anbieten. So kamen wir auch zu diesem Markt im aussergewöhnlichen Ambiente des Bridgeclub Wien - ein Jugendstil-Ringstrassengebäude, von Alfred Loos gestaltet:
Und dort trafen wir neben unserer befreundeten Schmuckdesignerin "Fräulen Vinyl" mit der ambitionierten Idee, aus alten Vinylscheiben Schüsseln herzustellen!
Klar, dass eine Schüssel jetzt bei uns zu Hause steht
Samstag, 12. November 2011
Markt - Achterl und Fragnerland
| An diesem sonnigen Samstag rücken wir aus. Auf dem Wiener Karmelitermarkt interessieren wir uns für das neue Istranka, wo es die flüssigen und festen Spezialitäten Istriens zu kaufen und zu verkosten gibt. Es ist Trüffelzeit. Da zwei Plätzchen frei sind, bleibt uns nichts anderes übrig, wir lassen uns zu einer Trüffel-Eierspeis und einem Achterl Teran, der typischsten Rotweinspezialität Sloweniens, hinreissen. Über die Preise decken wir den Mantel des Vergessens, das Erlebnis war es uns wert. Schönes und teures Angebot an Weinen, Marmeladen, Fleur de Sel der Trüffelhobel Trüffel-Eierspeis, die Sünde! Dann ging es zu unserem eigentlichen Ziel, einem vorgezogenen Weihnachtsmarkt in einer Volksschule in dem Dorf Baumgarten im Tullnerfeld, wie wir seit heute wissen, im Fragnerland. Wir haben nachgelesen, dass Fragner eine alte Berufsbezeichnung ist: | |
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die "Fragnerei" eine wichtige Einnahmequelle für die Bevölkerung. Die Fragner waren am Abhang des Wienerwaldes beheimatet. Heute könnte man einen Fragner als einen fahrenden Viktualien- oder Landesproduktenhändler bezeichnen. Die Bezeichnung Fragner kommt von "fragen". Auf der einen Seite ihres Kundenkreises hatten die Fragner die Landwirte, die sie regelmäßig besuchten. Dort fragten sie ob es Waren zum Erwerben gäbe. War man über die Ware und den Preis handelseins so trug der Fragner die Produkte, meistens Eier, Gemüse Geflügel oder auch Obst zu sich nach Hause. Spät abends heim gekommen, wurden die Waren sortiert und in Körbe, Butten oder Kraxen verpackt. Meistens noch in derselben Nacht oder am frühen Morgen ginge es dann nach Wien in die Haupt- und Residenzstadt. Meistens zu Fuß - oder man hatte ein eigenes Fuhrwerk. Es wurden auch Mitfahrgelegenheiten genutzt. In Wien angekommen zog der Fragner oder die Fragnerin nun von Tür zu Tür und fragte wiederum ob Bedarf an den feilgeboten Waren wäre. Die An- und Verkaufsgebiete waren streng Rayone eingeteilt. Jeder Fragner hatte sein eigenes "Gei" - wie man in der Mundart sagte. Daher kommt auch der Ausspruch "Geh ma net ins Gei" für jemanden der einem zu Nahe gekommen ist. Mit der verbesserten Nahversorgung und dem Ausbau der Handelsbetriebe verschwand dann schließlich das Gewerbe der Fragnerei. Die 4 Gemeinden des Fragnerlandes: Judenau-Baumgarten, Königstetten, Sieghartskirchen, Tulbing Wir haben bemerkt, dass die Region kulinarische Köstlichkeiten zu bieten hat, denen wir uns zu einem anderen Zeitpunkt widmen werden. Ebenso gab es bei diesem Hobby-Künstlermarkt eine Neuigkeit - davon demnächst | |
Dienstag, 1. November 2011
Mit 2 linken Stricknadeln oder
"kann mir da bitte jemand helfen?"
Keine Angst, das wird jetzt kein Handarbeitsblog, da hätte ich früher anfangen müssen. Ich hatte bereits in der Volksschule - lang ist es her - ein eigenartiges Verhältnis zu meiner Handarbeitslehrerin. Und das begann so:
bei uns gab es Schulmilch in 1/4 Liter Flaschen, welche in einen Metallkorb geschlichtet waren, ich bin nämlich :-) vor der Kunststoffzeit in die Schule gegangen! Im Klassenzimmer stand ein grosser, schwarzer Koksofen, den der Schulwart aus einem blechernen Kohlenkübel fütterte. Wir Nachkriegskinder mussten auch in der russischen Besatzungszone von Wien nicht frieren.
Ich kann mich auch erinnern, dass ich die frische Schulmilch sehr liebte.
Bis es zu diesem mein weiteres Leben beeinflussenden Vorfall mit der Handarbeitslehrerin kam: sie stellte den Korb mit der Schulmilch auf das schwarze Ofenungetüm, um den Kindern Gutes zu tun und die Milch zu wärmen. "Bitte meine nicht" bettelte ich, weil ich einfach warme Milch nicht ausstehen konnte, sie hatte aber kein Einsehen, bis ich zu weinen begann. "Schaut, jetzt heult sie" Das war das Todesurteil für meine weitere Handarbeitskarriere, die notwenigen Arbeiten wie Sockenstricken erledigte meine gütige und mitfühlende Oma! Und auch das Todesurteil für meinen Milchkonsum! Ich hasse Milch.
Die Nebel des Vergessens fielen über dieses Ereignis, es fiel auch weiter nicht auf, dass ich keine strickende Oma war und mir die Milch mit der Pipette in den Kaffee träufle.
In der letzten Zeit jedoch bilde ich mir ein, die spannenden Fernsehabende mit einer Tätigkeit verbringen zu wollen. Lesen geht nicht, da redet immer der Jauch oder Assinger dazwischen. Na gut, Stricken ist doch so modern, ob ich das wohl schaffe ?
Ich habe von Melitta erzählt, die mir helfen wollte, dazu kam es leider nicht mehr.
Sehr langer Rede kurzer Sinn: ich stricke abends! Als Erstlingswerke machte ich Zugluftstopper, danach bildete ich mir einen Möbius ein! Mathematiker kennen Herrn Moebius der dieses tolle Moebiusband erfand, das man in der Strickerei für einen gedrehten Schal verwendet.
Mithilfe Internet-Strickanleitung und einer Fahrt nach Bad Goisern - das hiesige Handarbeitsgeschäft hatte die nötige Stricknadel nicht auf Lager und meine Bestellung ging schief - gelang mir das Wunderwerk, gar nicht so schlecht.
Aber jetzt komme ich zum Kern meiner Erzählung: ich mache mir gleich Pulswärmer dazu, mit Daumenloch, versteht sich, sonst verrutschen sie.
Angeschlagen, gestrickt, keine Hexerei -oh mein Gott, das Daumenloch!! Meine Oma hat doch alle schwierigen Stellen gestrickt. In der Anleitung auf youtube sagt sie, soundsoviele Maschen abketten und in der nächsten Reihe wieder aufnehmen. Wie bitte geht das ?
Ich habe es fantasievoll probiert, aber das Daumenloch hat jetzt irgendwie noch ein Loch!!
Keine Angst, das wird jetzt kein Handarbeitsblog, da hätte ich früher anfangen müssen. Ich hatte bereits in der Volksschule - lang ist es her - ein eigenartiges Verhältnis zu meiner Handarbeitslehrerin. Und das begann so:
bei uns gab es Schulmilch in 1/4 Liter Flaschen, welche in einen Metallkorb geschlichtet waren, ich bin nämlich :-) vor der Kunststoffzeit in die Schule gegangen! Im Klassenzimmer stand ein grosser, schwarzer Koksofen, den der Schulwart aus einem blechernen Kohlenkübel fütterte. Wir Nachkriegskinder mussten auch in der russischen Besatzungszone von Wien nicht frieren.
Ich kann mich auch erinnern, dass ich die frische Schulmilch sehr liebte.
Bis es zu diesem mein weiteres Leben beeinflussenden Vorfall mit der Handarbeitslehrerin kam: sie stellte den Korb mit der Schulmilch auf das schwarze Ofenungetüm, um den Kindern Gutes zu tun und die Milch zu wärmen. "Bitte meine nicht" bettelte ich, weil ich einfach warme Milch nicht ausstehen konnte, sie hatte aber kein Einsehen, bis ich zu weinen begann. "Schaut, jetzt heult sie" Das war das Todesurteil für meine weitere Handarbeitskarriere, die notwenigen Arbeiten wie Sockenstricken erledigte meine gütige und mitfühlende Oma! Und auch das Todesurteil für meinen Milchkonsum! Ich hasse Milch.
Die Nebel des Vergessens fielen über dieses Ereignis, es fiel auch weiter nicht auf, dass ich keine strickende Oma war und mir die Milch mit der Pipette in den Kaffee träufle.
In der letzten Zeit jedoch bilde ich mir ein, die spannenden Fernsehabende mit einer Tätigkeit verbringen zu wollen. Lesen geht nicht, da redet immer der Jauch oder Assinger dazwischen. Na gut, Stricken ist doch so modern, ob ich das wohl schaffe ?
Ich habe von Melitta erzählt, die mir helfen wollte, dazu kam es leider nicht mehr.
Sehr langer Rede kurzer Sinn: ich stricke abends! Als Erstlingswerke machte ich Zugluftstopper, danach bildete ich mir einen Möbius ein! Mathematiker kennen Herrn Moebius der dieses tolle Moebiusband erfand, das man in der Strickerei für einen gedrehten Schal verwendet.
Mithilfe Internet-Strickanleitung und einer Fahrt nach Bad Goisern - das hiesige Handarbeitsgeschäft hatte die nötige Stricknadel nicht auf Lager und meine Bestellung ging schief - gelang mir das Wunderwerk, gar nicht so schlecht.
Aber jetzt komme ich zum Kern meiner Erzählung: ich mache mir gleich Pulswärmer dazu, mit Daumenloch, versteht sich, sonst verrutschen sie.
Angeschlagen, gestrickt, keine Hexerei -oh mein Gott, das Daumenloch!! Meine Oma hat doch alle schwierigen Stellen gestrickt. In der Anleitung auf youtube sagt sie, soundsoviele Maschen abketten und in der nächsten Reihe wieder aufnehmen. Wie bitte geht das ?
Ich habe es fantasievoll probiert, aber das Daumenloch hat jetzt irgendwie noch ein Loch!!
Hat vielleicht jemand Pulswärmer zu verkaufen??
Dienstag, 25. Oktober 2011
Erfinder
Not macht erfinderisch, heisst es. Wir sind vielleicht die letzen, die im alten Hausteil noch Kastenfenster haben und hier werden im Winter, wie es die Altvorderen schon taten, als Schutz vor Zugluft - denn so dicht sind die alten Holzfenster nicht - Fensterpolster eingelegt:
In Wien ist das anders, da haben wir eine ja moderne Kunststoffenster! So modern dürften sie auch wieder nicht sein, denn Herr Wienermädel hat neben dem Fenster sein Arbeitsplätzchen und leider spürt man auch hier Zugluft! Da gibt es ein modisches Wort, Zugluftstopper könnten Abhilfe schaffen.
So machte ich mich an die Arbeit und strickte bunte Schläuche, als Reservematerial, falls etwas daneben geht, nähte ich auch gleich einige Ausführungen. Zum Füllen wurde das praktische Polsterfüllmaterial besorgt.
Einer PET-Flasche wurde der Boden abgeschnitten, in den Hals ein Kartonrohr gesteckt und verklebt
In Wien ist das anders, da haben wir eine ja moderne Kunststoffenster! So modern dürften sie auch wieder nicht sein, denn Herr Wienermädel hat neben dem Fenster sein Arbeitsplätzchen und leider spürt man auch hier Zugluft! Da gibt es ein modisches Wort, Zugluftstopper könnten Abhilfe schaffen.
So machte ich mich an die Arbeit und strickte bunte Schläuche, als Reservematerial, falls etwas daneben geht, nähte ich auch gleich einige Ausführungen. Zum Füllen wurde das praktische Polsterfüllmaterial besorgt.
In dieser Studierstube
machte sich Daniel Düsentrieb Gedanken, wie kommt der Füllstoff in die Schläuche ??
Eine geniale Erfindung sollte die Arbeit erleichtern:
der stolze Erfinder mit dem Werkzeug
Füllmaterial in die Flasche gestopft - bei uns sah es aus wie beim Federnschleissen !
mit dem Besenstiel nachgestopft, hinein in den Strickstrumpf!
Ein eingespieltes Team hat beschlossen, wir gehen in Produktion, damit sich der Aufwand lohnt.
Mittwoch, 27. April 2011
Unser Dachschaden
aus dem letzten Herbst hat, wie unsere lieben Leser wissen, auf dem Küchenplafond Spuren hinterlassen, die unserer harrten. Als Herr W. den Maler anrief, bekam ich geradezu eine Krise, warten doch sowieso noch einige Sonderputzaufgaben auf mich wie z.B. die Generalreinigung der Speis, in welcher es erschreckend mauselt.
Mittlerweile kann ich Entwarnung ausrufen, hat sich doch der Malereinsatz auf ein Minimum reduziert, in Windeseile hat er den gelben Fleck entfernt, Isolierung aufgetragen und wieder geweisselt, wirklich ohne Spuren zu hinterlassen.
Mittlerweile kann ich Entwarnung ausrufen, hat sich doch der Malereinsatz auf ein Minimum reduziert, in Windeseile hat er den gelben Fleck entfernt, Isolierung aufgetragen und wieder geweisselt, wirklich ohne Spuren zu hinterlassen.
Braucht jemand die Telefonnummer?
Montag, 13. Dezember 2010
ein richtig schlechtes Gewissen
hatte ich: mein lieber Besuch hatte zum heutigen Kaffeeplauscherl neben einem wunderschönen Mitbringsel eine Tasche mit Wolle mitgebracht und neben dem Gespräch
einen Schal zu stricken begonnen. Ich bin sicher, bald kommt die Erfolgsmeldung, dass er fertig ist.
Ob ich wohl auch zu stricken beginne?
einen Schal zu stricken begonnen. Ich bin sicher, bald kommt die Erfolgsmeldung, dass er fertig ist.
Ob ich wohl auch zu stricken beginne?
Montag, 25. Oktober 2010
Samstag, 4. September 2010
Neues aus der Mitte Österreichs
Weil jeder sein eigenes Süppchen kocht, sind wir ein Haushalt mit 2 Computern - meistens. Mein 2 Jahre alter Acer hat sich gestern zum zweiten Mal in seinem kurzen Leben auf die Reise nach Tschechien begeben - weil das Laufwerk unerträglich rattert - schon wieder, das wurde vor fast genau einem Jahr behoben, Acer muss sparen, die Reparatur wird in Tschechien vorgenommen!! Das bedeutet für Frau Wienermaedel warten, da mich der Herr Wienermaedel nicht leiden sehen kann, geniesse ich Gastrecht im Chefzimmer!
So ergibt es sich, dass ich vom unserem gestrigen Erlebnis erzählen kann: wenn man von Aussee durch die "Gruam" Richtung Liezen fährt, kommt man in der Radlingstrasse an einem grünen Firmenschild vorbei, auf welchem OSLIEBIA steht, x-mal im Vorbeifahren gelesen, aber nie darauf geachtet. Diesmal schon, denn in der letzten Alpenpost lasen wir einen kleinen Beitrag über Ortwin und Silvia Maritsch, welche aus Bergkernsole besondere Salzköstlichkeiten herstellen.
Wenn wir schon mit dem PC nach Liezen fahren, dann bremsen wir uns doch bei OSLIEBIA ein, denn wir sind bekanntlich aufgeschlossen für exklusibve Ideen!
Ortwin Maritsch sass gerade reparierend auf dem Dachfirst, angesprochen auf das Salz erschien auch Frau Sivia und der Hund Bärli, welcher Frau Wienermaedel veranlasste, das Auto nicht zu verlassen.
Das Ehepaar erzählte über die grandiose Idee, aus Bergkernsole Flos Salis herzustellen, darüberhinaus verschiedene Gewürzsalze mit Bärlauch, Kresse, Kren, Brunnenkresse und besonders: Rosensalz!! Da stieg sogar Frau Angsthäsin aus dem Auto und beteiligte sich am überaus interessanten Gespräch.
Heute haben wir die Salze, die wir natürlich dort erstanden haben, verkostet: Salat mit Rosensalz, Nudeln mit Kressesalz, zur Verfeinerung noch Flos Salis darauf, wir haben es genossen.
Erst zu Hause beim Recherieren im Internet entdeckten wir, was die Beiden sonst noch tun - wie immer man dazu steht, es war eine tolle Erfahrung, gerne empfehlen wir diese Salze weiter und werden - einmal etwas anderes als Ausseer Lebkuchen - diese als Mitbringsel aus dem Ausseerland einführen.
So ergibt es sich, dass ich vom unserem gestrigen Erlebnis erzählen kann: wenn man von Aussee durch die "Gruam" Richtung Liezen fährt, kommt man in der Radlingstrasse an einem grünen Firmenschild vorbei, auf welchem OSLIEBIA steht, x-mal im Vorbeifahren gelesen, aber nie darauf geachtet. Diesmal schon, denn in der letzten Alpenpost lasen wir einen kleinen Beitrag über Ortwin und Silvia Maritsch, welche aus Bergkernsole besondere Salzköstlichkeiten herstellen.
Wenn wir schon mit dem PC nach Liezen fahren, dann bremsen wir uns doch bei OSLIEBIA ein, denn wir sind bekanntlich aufgeschlossen für exklusibve Ideen!
Ortwin Maritsch sass gerade reparierend auf dem Dachfirst, angesprochen auf das Salz erschien auch Frau Sivia und der Hund Bärli, welcher Frau Wienermaedel veranlasste, das Auto nicht zu verlassen.
Das Ehepaar erzählte über die grandiose Idee, aus Bergkernsole Flos Salis herzustellen, darüberhinaus verschiedene Gewürzsalze mit Bärlauch, Kresse, Kren, Brunnenkresse und besonders: Rosensalz!! Da stieg sogar Frau Angsthäsin aus dem Auto und beteiligte sich am überaus interessanten Gespräch.
Aussergewöhnliche Leute, ein ungewöhnliches Gespräch und eine hervorragende Idee!
Heute haben wir die Salze, die wir natürlich dort erstanden haben, verkostet: Salat mit Rosensalz, Nudeln mit Kressesalz, zur Verfeinerung noch Flos Salis darauf, wir haben es genossen.
Erst zu Hause beim Recherieren im Internet entdeckten wir, was die Beiden sonst noch tun - wie immer man dazu steht, es war eine tolle Erfahrung, gerne empfehlen wir diese Salze weiter und werden - einmal etwas anderes als Ausseer Lebkuchen - diese als Mitbringsel aus dem Ausseerland einführen.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Schöne Momente -9-
Der Glasperlendreher
Wir haben einem Glasperlendreher auf die Finger geschaut - es ist eine Kunst!
Die bunten Glasstäbe sind das Ausgangsmaterial, sie werden in der offenen Flamme geschmolzen und langsam entsteht - indem der Stab gedreht und das verflüssigte Glas aufgetragen wird - die Perle:
Ist es nicht schön zu wissen, wie etwas entsteht? So erkennt man auch den Wert
einer handwerklich hergestellten Glasperle!!
Montag, 23. November 2009
Advent in der Wachau
Es war nicht unsere Absicht, den Advent so früh beginnen zu lassen,
eine Freundesrunde wusste von der alljährlichen Advent-Ausstellung im Schloss Leiben in der Wachau - es brauchte keine grosse Überredungskunst, dass wir uns anschlossen - so verbrachten wir ein Wochenende auf einem Winzerhof in
Spitz in der Wachau.
Der Nachmittag war für den Besuch des Adventmarktes vorgesehen.
Das Schloss war ein ehemaliger Raubrittersitz der Ritter
von Leiben, durch Heirat und Verkauf gab es mehrere Besitzerwechsel, bis es schliesslich wegen Überschuldung in kaiserlich-königlichen Besitz gelangte.
Nach dem Zusammenbruch der Monarchie kam es in den Besitz des Invalidendfonds, später übernahmen es die Bundesforste, schliesslich kaufte es die Stadtgemeinde Leiben. Mit Hilfe der EU wurde es in den heutigen Zustand gebracht und wird für Veranstaltungen genützt.
Die Wachau bot sich uns in herbstlicher Stimmung mit Sonne und Nebelschwaden über der Donau - es war traumhaft schön, von Winter keine Spur.
Es muss nicht extra erwähnt werden, dass es am abend einen Heurigenbesuch gab, und weil es so schön war, am nächsten Abend gleich wieder.
eine Freundesrunde wusste von der alljährlichen Advent-Ausstellung im Schloss Leiben in der Wachau - es brauchte keine grosse Überredungskunst, dass wir uns anschlossen - so verbrachten wir ein Wochenende auf einem Winzerhof in
Spitz in der Wachau.
Mit einem Spaziergang durch die Fussgängerzone von Krems
beginnend beim Steinertor, wollten wir uns ein wenig einstimmen.
Der Nachmittag war für den Besuch des Adventmarktes vorgesehen.
Das Schloss war ein ehemaliger Raubrittersitz der Ritter
von Leiben, durch Heirat und Verkauf gab es mehrere Besitzerwechsel, bis es schliesslich wegen Überschuldung in kaiserlich-königlichen Besitz gelangte.
Nach dem Zusammenbruch der Monarchie kam es in den Besitz des Invalidendfonds, später übernahmen es die Bundesforste, schliesslich kaufte es die Stadtgemeinde Leiben. Mit Hilfe der EU wurde es in den heutigen Zustand gebracht und wird für Veranstaltungen genützt.
Im Hof des Schlosses gab es allerlei Standln für das leibliche Wohl, in den Räumlichkeiten verteilt wurden viele kunsthandwerkliche und weihnachtliche Gegenstände zum Verkauf angeboten.
Aufgefallen ist uns eine "Orangenschnitzerin"
Keramik, "Kunst und Krempel"
Der blaue Gegenstand in der Bildmitte ist ein Apfelbräter!
Überraschung: das Schloss beherbergt auch ein Traktormuseum, wir durften eine Sonderführung geniessen und die alte Technik bewundern.
Es muss nicht extra erwähnt werden, dass es am abend einen Heurigenbesuch gab, und weil es so schön war, am nächsten Abend gleich wieder.
Abonnieren
Posts (Atom)






















