Endlich ist es wieder warm, die Lebensgeister und der Arbeitseifer sind erwacht, aber davor war noch schnell ein Friseurbesuch nötig. Bei meinem neuen urigen Lieblingssalon im Nachbardorf macht das richtig Spass - beim nächsten Mal muss ich eine Reportage machen, das muss man gesehen haben. Da Ordnung sein muss, meldete ich mich frühmorgens telefonisch an, artig meinen Namen nennend und von wem ich gerne bedient würde.
Als ich dort eintraf, war meine Friseuse mit jemandem beschäftigt und eine andere freundliche Kollegin besprach mit mir meine Wünsche. Während des Waschens fragte sie mich, wie lange ich denn schon auf Urlaub hier weile. Ich sagte meinen Standardspruch "bin nicht auf Urlaub hier, bin zweiheimisch" auf, daraufhin sagte die Friseurin "Ah, das war ein Missverständnis, ich habe
Dame aufgeschrieben, das heisst bei uns, Sommergast, ich wusste nicht, dass Sie gar koa Dame san sondern a Kundschaft" - und flugs wechselte die Bedienung, so schnell kanns gehen.
Zu mittag wollte ich mich eigentlich abmelden, aber das gestern hergestellte
Letscho
aus den Früchten unseres letzten Besuches
gab Kraft für einen arbeitsreichen Nachmittag.
Als Dame hätte ich mir das nicht erlaubt, aber nun kann ich euch verraten, ich habe schon wieder eine neue Baustelle - im wahrsten Sinne des Wortes, ich habe das Betonieren entdeckt. Kein Haus wird errichtet, ich beginne ganz klein
ein 30 kg Fertigzementsack musste her, ich rühre den Beton an und giesse zum Beispiel
Trittsteine
so sieht das in der Form aus
und das wird ein Übertopf, der Rand mit Glassteinen belegt ((zwei alte Blumentöpfe ineinandergestülpt, ausgegossen, der Rand mit Glassteinen belegt) bin selbst gespannt, wie das aussehen wird.
Und weil das nicht genug ist, wurde die Töpferscheibe auf ihren Sommerstandplatz geschleppt, sehr mühsam, weil ohne Übung, einige kleine Gefässe gedreht,
alles geputzt, Scheibe verpackt,
Duscherl genossen, fertig.
Mittlerweile hat der fleissige Ehemann ein Stück Marillenholz eingespannt und dreht ein Schüsserl.
Ich denke, dass er jetzt auch fertig ist und werde mit einem Gläschen "was Gutem" in den Garten schreiten.
Nachtrag: das Gute heisst
Hugo und bei
Gerlinde habe ich ihn kennengelernt!
Schmeckt gut - egal, ob mit Wein oder Prosecco!