Dienstag, 30. September 2008

Germanistik - die Sprache lebt

Die "Kleine Zeitung" hat heute geschrieben, was vielleicht die meisten schon kennen, für uns war es neu, deswegen eine kleine Auswahl zum Schmunzeln:

NEU-DEUTSCH:

Datenzäpfchen = USB Stick

Heuchlerbesen = Blumenstrauss

Rentner BRAVO = Apotheker-Zeitung

NEU-STEIRISCH:

Heck-Spoiler = Tattoo über dem Steißbein

aber Jennifer = aber rasch (Jennifer Rush)

Fef = Freund eines Freundes

Und etwas, was auch allgemein bekannt scheint, wir haben es erst heuer gelernt:

Bestellt du im Gasthaus eine MIZI bekommt du MIneral mit ZItrone, bestellst du "Oberleitung" bekommst du OBi mit LEITUNGswasser.

Montag, 29. September 2008


So zeigte sich der Himmel an diesem schönen Herbsttag - mittlerweile haben wir wieder 7°C.

Weinlese


Mutig sind wir - im Salzkammergut Weinreben zu pflanzen. Heute war Ernte. Wenn wir auch heuer die Weinpresse nicht bestellen werden - ein bißchen zum Naschen gibt es doch und süß sind sie auch.
Wir freuen uns sehr darüber!!!!

Bauernregeln für den 29. September

Heute ist Michael - wie schon unter "Liachtbratl Montag" berichtet beginnt die Kunstlichtzeit mit diesem Lostag - es heisst in manchen Gegenden: "Michael zünd's Liachtl an"

Andere Bauernregeln für diesen Tag sind:

....Gibt Michaeli Sonnenschein, wird es in zwei Wochen Winter sein

....Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnacht lind Wetter wir

....Es holt herbei Sankt Michael, die Lampe wieder und das Öl

....Regnet's sanft an Michaelstag, sanft auch der Winter werden mag


So schön ist es heute bei uns - der morgendliche Dunst und das besondere Licht des Herbstes, wenn die Sonne scheint ... uiuiui!!!

Samstag, 27. September 2008

Magmatage 2008 - DER Drechslertermin des Jahres



Wir haben uns schon lange darauf gefreut - die alljährlichen "Drechslertage" bei der Firma Magma in Aurolzmünster in Oberösterreich sind dieses Wochenende ein absolutes MUSS für alle Drechsler und Hobbydrechsler. Nicht nur, daß eine Art Hausmesse veranstaltet wird, wo alle erdenklichen Werkzeuge und Maschinen für die Drechslerei angeboten werden, gibt es dort auch Holzkünstler aus aller Welt, denen man bei der Herstellung ihrer Kunstwerke zusehen kann. Natürlich ist auch so manche Anregung zu holen! Durch den familiären Rahmen, den Firma Magma bietet, fühlen sich auch die begleitenden Frauen, so sie nicht selbst Holzbearbeiterinnen sind, sehr wohl. Die Maschinengeräusche und den Geruch der frischen Holzspäne kennen wir doch alle aus den Werkstätten unserer GG. Und auch, dass die Männer fachsimpeln und Erfahrungen austauschen führt oft dazu, dass nette Bekanntschaften und Freundschaften entstehen. Und wenn man auch nur einmal im Jahr bei Magma zusammentrifft.

"Alte Hasen" und diesmal auch neue Künstler bestritten das Programm, die Anzahl der drechselnden und auch anerkannten Frauen nimmt zu.

Stellvertretend wollen wir eine Auswahl von Künstlern (der Drechsler ist heute nicht mehr als Handwerker zu verstehen, serienmässige Produkte werden maschinell hergestellt) zeigen:




Die Schweizerin Christine Polheim macht vorwiegend kleine Döschen aus besonderen Hölzern, die wir alle aus dem Garten kennen.





Mark Baker, UK






Rosemary Wright , UK, bei der Arbeit und ihre interessanten Produkte






video



Zwei Profis bei der Arbeit



Dass es in der Kantine - wir waren im Innviertel - Innviertler Knödel gab, war eine besondere Zugabe und brachte unseren Diätplan durcheinander. Man muss wissen, die Innviertler Knödel sind zwar wutziklein, aber man bekommt je 2 Stück Speck-, Haschee- und Grammelknödel mit Sauerkraut auf einen Teller.





Freitag, 26. September 2008

Brauchtum Im Salzkammergut

Der Liachtbratl Montag

Bei uns schon in Vergessenheit geraten wird im Oberösterreichischen Salzkammergut noch der Liachtbratl Montag gefeiert. Dies ist der erste Montag nach Michaeli, an diesem Tage wurde in Werkstätten zum ersten Mal nach dem Sommer künstliches Licht angezündet. Das ersparte Geld in der Zeit, als man bei natürlichem Licht arbeiten konnte, gaben die Meister in der Form weiter, dass sie dem Personal ein Bratl bereitstellten. Wie das heute noch jenseits des Pötschenpasses (das ist die Grenze zwischen dem Steirischen und dem Oberösterreichischen Salzkammergut) gefeiert wird, ist hier beschrieben.
Auch im Grundlseer Brauchtum findet der Liachtbratlmontag noch Erwähnung!

Donnerstag, 25. September 2008

Unser Marder, der unter dem Dach gewohnt hat, ist offensichtlich ausgezogen. Zwischen 1 und 4 Uhr ist er nächtens unterwegs gewesen, hat aber speziell beim Abmarsch auf die Pirsch regelmäßig so einen Krach gemacht, daß wir munter geworden sind. Es ist jetzt schon länger ruhig. Vielleicht hat er einem Verwandten, dem Dachs, Platz gemacht. Dessen Spuren finden sich in der Wiese und seine Hinterlassenschaft am Eingang zum Holzschupfen. So gesehen sind wir Untermieter im Reich der Tiere.


Eine ausgestopfte Version:






Die Rehe, wir haben unregelmäßig Besuch, beanspruchen auch ihr Recht auf ausgesuchte Kräuter, die sie gleich neben unserem Hochbeet und im Kräutergarten finden.







.... und noch ein Geselle ist zur Zeit sehr emsig, der Eichelhäher.

Er sammelt Walnüsse, teils direkt vom Baum, und vergräbt sie am Hang, um in schlechten Zeiten Nahrung zu haben - glaubt er - die Krähen sitzen auf der riesengroßen Esche oberhalb und beobachten ihn bei seiner Arbeit.

Wir haben voriges Jahr beobachtet, wie die Schwarzröcke den Häher vertrieben haben und sich selbst die Nüsse holten!

Im Moment haben wir kein besseres Foto als -> das


Montag, 22. September 2008

Der 48. Altausseer Kiritag ist auch wieder Geschichte, es war schön, nahrhaft und lustig wie immer.
Einheimische und Gäste (in dieser Zeit ist Altaussee der 24. Bezirk von Wien) ließen sich an den drei Tagen mehr als 50.000 Halbe Bier und einige tausend Henderln gut schmecken. Dem Vernehmen nach haben mehr als 25.000 Besucher das Fest besucht.
Unsere "Alpenpost" hat darüber selbstverständlich ausführlich berichtet, die folgenden Bilder sind ein Auszug davon.


Klick zu "Big brother"

Samstag, 20. September 2008

Einmal etwas Drehendes aus der Drechslerei







video

Freitag, 19. September 2008

Nocheinmal zum Thema Betteln

Wir sind nicht die Gutmenschen, weil wir einem Afrikaner etwas zu Essen gegeben haben.
Das, was uns so aufrüttelt, ist die Tatsache, dass einer kommt und um Essen bittet. Eine Lösung zu diesem speziellen Problem kann zur Zeit wohl niemand anbieten.

Bedenklich ist, dass im heutigen Kurier berichtet wird, es bestehe Bedarf an mehr Sozialmärkten! Das sind Supermärkte, in denen "Berechtigte" sehr günstig einkaufen können, man benötigt quasi eine Armutslizenz.
In der Steiermark ist der Vinzimarkt ein Begriff, eine Filiale wurde auch in Wien eröffnet.
Soma ist ein weiterer Sozialmarkt, dann gibt es den Kost-Nix-Laden und die Wiener-Tafel, vielleicht darüberhinaus noch weitere, die hier nicht angeführt sind.
Bei den Kunden dieser Märkte geht es wahrscheinlich nicht um Asylanten oder "importierte" Bettlertrupps, sondern um Mitmenschen, die von ihrem Einkommen die Dinge des Lebens nicht mehr abdecken können. Deswegen sind diese Initiativen zu begrüssen.

Auf der anderen Seite besteht bei den Verantwortlichen Handlungsbedarf, es genügt nicht, große Reden zu schwingen und Zuckerln zu verteilen.

Donnerstag, 18. September 2008

Aus Liberia ... (klick)

Dieser Tag ist wahrlich ein Geschenk - die Sonne scheint und über Mittag wird es richtig warum.

Wie dankbar sind wir für die wärmenden Sonnenstrahlen, nach den unfreundlichen, kalten Tagen!

Der Garten ruft, es ist noch viel zu erledigen.

Ein unvorhergesehenes Ereignis stimmt nachdenklich:

Während ich mich gartelnd betätigte, rief mein Mann: "Frau, der Mann hat Hunger" - ein Schwarzafrikaner stand neben meinem Mann vor der Haustüre. Ich selbst, gerade schon ein Nachkriegskind, habe nie erlebt, dass Menschen von Tür zu Tür gehen, um etwas zu Essen zu erbetteln.


Ich fragte ihn, ob er Moslem sei, machte ihm dann ein Schinkenbrot und frischer Zucchinikuchen war auch da. Er aß mit großem Appetit und bekam noch eine Flasche Limonade mit auf dem Weg.

Er erzählte, er sei aus Liberia, Asylant in Leoben und mit einem LKW in unseren Ort gekommen.

Was läuft schief in unserer Zeit?

Unser "toskanisches Unkräuterbeet"

Ich konnte nicht mehr hinschauen. Das Kräuterbeet ist mir total außer Kontrolle geraten. Die Vielfalt war groß, wir hatten Schnittlauch, Salbei, Thymian, Oregano, Estragon, Zitronenmelisse, Krause Minze, Rosmarin, Pfefferminze, Zitronensalbei, Ruccola, Eibisch und Käspappel. Um die voriges Jahr dazwischengesetzten Erdbeeren war mir leid, deswegen ließ ich heuer im Frühjahr die Erbeerstauden und alles, was den Winter überlebt hatte, stehen, setzte noch das eine oder andere Pflänzchen dazwischen, säte die unvermeidlichen Ringelblumen, auch Sonnenblumen kamen hinzu und so entstand - es war nicht geplant - ein wildes Durcheinander.

Der Sommer kam, mit der üblichen Schneckeninvasion, von den Erdbeeren sahen wir keine Früchtchen, die Sonnenblumen standen als Gerippe da, nur die Kräuter wucherten fröhlich dahin und wurden auch in der Küche gerne verwendet.

Bis heute.

Die Sonne bringt es an den Tag - bewaffnet mit Scheibtruhe, Heugabel usw. gelang es mir, alles Unnötige auszustechen und auszureissen, die wenigen winterharten - wenn der Winter nicht zu hart wird - setzte ich in eine Ecke zusammen.


Das nächste Gartenjahr kann kommen!

Wenn wir Glück haben, bleiben sie am Leben


Die Gartenzwerge gehen in das Winterlager


Zu guter Letzt wurde das Hochbeet noch abgeerntet


Wer war das?

Es war doch erst...?






Es ist doch nicht so lange her, dass wir die Winterfenster gegen die "Jalo"
austauschten - ein Zeichen der Jahreszeit, wenn es warm wird, werden die Jalo eingehängt und die Fensterpolster "eingesommert". Tempus fugit .. die Zeit läuft - es wurde Zeit, die Jalo einzuwintern und die Winterfenster einzuhängen.

Samstag, 13. September 2008

Wir haben fertig



Die Scherben sind glasiert und werden vorsichtig in den Ofen eingesetzt- die Glasuren dürfen sich nicht berühren, sonst verschmelzen sie miteinander und die Gefäße sind nicht mehr auseinanderzubringen.





Hier wird die Brennkurve notiert, der Glattbrand für Steingut geht bis 1060°C.





Es dauert mehrere Stunden, bis diese Temperatur erreicht ist, das Abkühlen ebenso, deswegen ist Töpfern kein Hobby für Ungeduldige.



Wenn ich ein Gefäß aus Ton herstelle, dauert es einige Zeit, um zu trocknen, dann kann es geschrüht werden. In meinem Fall muss ich fleißig sein, um den Ofen voll zu bekommen.

Nach dem Schrühbrand kommt die oben beschriebene Prozedur - glasieren, und wieder trocknen.

Dann der spannende Glasurbrand. Denn hier entscheidet sich, ob die Stücke zuerst einmal ganz bleiben und auch, ob die Glasuren so ausfallen, wie man es gerne hätte. Es gibt immer wieder Überraschungen beim Öffnen des Ofens.

Diesmal war Ronny dabei, denn er sollte seine Werke selbst aus dem Ofen nehmen.


Vorsichtig wurde alles in den großen Korb geschlichtet



In der Küche stellten wir alles auf und klebten, wo notwendig, Filzpatscherln auf, damit es später keine Kratzer auf Tischplatten usw. gibt. Wie man sehen kann, hat Ronny einen Aschenbecher für Papa, einen Kerzenständer, einen Blumenübertopf und eine sehr schön ausgefallene, große Schüssel angefertigt. Er ist mit Eifer bei der Arbeit.


Darüberhinaus haben wir noch allerlei Kleinzeug








Diese beiden Gefäße habe ich aus Ton, den wir am eigenen lehmigen Grund ausgehoben haben, gefertigt. Der Ton enthält viele Fremdkörper, deshalb ist die Oberfläche entsprechend rauh, aber wir werden die Stücke als Erinnerung aufbewahren.


Bleistifthalter

Serviettenringe

Seifenschale

A g'mahte Wies'n



Einmal im Jahr muss diese Leit'n händisch gemäht werden, Gott sei Dank haben wir jemanden, der noch mit der Sense umgehen kann!