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Mittwoch, 11. April 2018

Der alte Knopfkönig

Auf dem Geburtstagstisch unserer ungarischen Schwiegertochter sah ich diese Schokoladendose mit dem Sisi Bild und dem Aufdruck Leschanz, Wiener  Schokolade König.


Dass mir als Wienerin dieser Wiener Schokoladekönig nicht bekannt ist, darf nicht wahr sein, deswegen wurde sofort recherchiert. Ich erfuhr die wunderbare Geschichte des Chocolatiers Wolfgang Leschanz, der sich den Traum erfüllen konnte, Nachfolger eines besonderen Altwiener  Knopfgeschäfts, des Knopfkönigs, werden zu können! Schnell waren wir unterwegs, gleich hinter der Peterskirche befindet sich das Geschäft des ehemaligen k.u.k. Hoflieferanten "Knopfkönig", der  nun der Schokolade König ist.


Das Geschäft in der Freisingergasse 


mit dem originalen Interieur



und Knöpfe gibt es auch noch 



Montag, 19. Juni 2017

Wiener Kochg'schichten


Fachfrau für Missgeschicke, Pechvogel, was auch immer ich bin, stellt euch vor, was mir passiert ist:
Mein lange erwartetes Kochbüchlein ist erschienen, es kann erworben werden.




Zur Vorgeschichte: meiner Rezeptsammlung habe ich viele Farbfotos hinzugefügt, was meine hochgeschätzte Verlegerin vor ein monetäres Problem stellte, der Druck wird zu teuer. So besprachen wir die Variante, dass ein Zeichner die Illustrationen vornehmen sollte. Die Zeit verging, der Zeichner erkrankte, ich machte Druck wegen des Erscheinungstermins, plötzlich steht das Büchlein im online Buchhandel. Ein Blick in das Buch lässt mich erstarren, die Fotos sind schwarz/weiß. Ein Hin- und ein Her, viel Aufregung meinerseits, es lässt sich nichts mehr ändern, facit: es ist wie es ist, gehet hin und kaufet 😄




Dienstag, 4. April 2017

Osterspaziergang


Die letzten Stunden vor dem angekündigten Wettersturz wurden von vielen Gästen und Einheimischen genützt. 







Freitag, 1. Februar 2013

Ein trauriges Original

habe ich nun schon mehrmals beim Spaziergang durch unseren Bezirk gesichtet - zuerst nur den mit Sackeln und Packeln vollgerammelten Einkaufswagen, den Schnappschuss möchte ich zeigen -


"geparkt" vor einem Geschäft, ein anderes Mal sah ich die Besitzerin des eigentümlichen Gefährtes, damit beschäftigt, in zur Müllabfuhr bereitgestellten Mistkübeln zu kramen ! Von anderen Spaziergängern erfuhr ich, es handelt sich um eine Wohnungslose, die sich auch von Sozialarbeiterinnen nicht zu einer Schlafstelle bringen liess, man nannte mir auch die Gasse, in der sie ihre Nächte verbringt. Ein weiteres trauriges Detail: in dem fahrbaren Schrank befanden sich auch Blumen!


Dienstag, 29. Januar 2013

Ein Zufall,

dass ein bekanntes Weinhandelshaus eine - nicht kostenlose, versteht sich - Einladung zu einem Degustationsmenü für "Vinocard-Holder" aussandte und Herr W. so ein"Holder" ist und der Termin mit meinem Geburtstag zusammentraf.

Wenn es um Essen, Trinken und Unterhaltung geht, bedarf es keiner grossen Überredungskunst, halbfeingemacht begeben wir uns mit der U-Bahn  auf die Mahü, wie angeblich die Mariahilfer-Strasse im Volksmund genannt wird (ich bin eine gebürtige Wienerin, aber diesen Ausdruck habe ich erst in jüngerer Zeit kennengelernt). Wir kennen das Lokal, der Platz gefällt uns gut, es liegt in der zweiten Etage und bietet einen schönen Ausblick auf das Leben und Treiben in der Geschäftsstrasse.



Die Tische sind eher wie in einer Bar, klein, blank, nicht besonders bequeme Sessel, gedacht für einen einen kurzen Aufenthalt, Mittagsmenü und ein Achterl oder zwei oder Abends zu einem kleinen Essen und einem Glas Wein,  die Raucher gehen auf die geheizte Terasse.




Wir harren der Dinge, die auf uns zukommen, betrachten die Menü und Weinkarte: 




Der erste Gang wir auf einer Schiefertafel serviert 


sieht viel zu schade zum Essen aus, wir warten auf die Weinbegleitung, aber die kommt nicht, kommt nicht....



wir nehmen es mit Gelassenheit, mittlerweile haben wir Tischnachbarn bekommen, mit denen sich eine köstliche Unterhaltung ergibt. Zum "Getrüffelten Cappuccino" von weißen Bohnen und Steinpilzen, dürfen wir dann den  Jamek-Federspiel geniessen und langsam kommt das Service in die Gänge.



Von Herrn Wienermaedel befragt gibt das überaus nette Servierpersonal zu, dass es sich um die erste Aktion dieser Art handle und ausserdem ein Krankheitsfall einiges Durcheinander bewirkt habe.
Da wir mit unseren Sitznachbarn viel Spass hatten und einige Besonderheiten über Wein erfahren konnten - das junge Paar entpuppte sich als profunde Weinkenner, wo wir hingegen die Weine von gewissen Gegenden besser kennen und den Rest nach "schmeckt" oder "schmeckt nicht" katalogisieren, machten uns die Pausen und  Hoppalas nichts aus.
Der zu diesem abgebildeten Forellenfilet gereichte Smaragd vom Knoll würde uns nur angesichts des Preises zum Niederknien bringen, wir konnten ihn nicht als sortentypisch einordnen, aber das ist ein besonders ausgebauter Wein für besondere Liebhaber.



Angetan waren wir vom geschmorten Ochsenbackerl und dem kalifornischen "Black Stallion".
Die zwischendurch gereichten Wiedergutmachungen des Hauses machten auch alle Unzulänglichkeiten mehr als wett.

Da die Portionen sehr klein gehalten waren, war für das Dessert 



Topfenködel mit Gewürzbröseln und Trockenfrüchtekompott, locker Platz.


Zum Abschluss servierte man uns noch Roederer. Nicht nur deswegen, sondern wegen des sehr gelungenen Abends  beschlossen wir, hier öfter ein Achterl mit Freunden zu trinken.



Mittwoch, 5. Dezember 2012

...mit Sack und Pack...

Nein, dieses Jahr berichte ich nicht über unsere Übersiedlung nach Wien. Nur so viel, es ist vollbracht, nichts ist kaputt. Außer unserem neuen Kühlschrank in der im Frühjahr gebauten und kaum gebrauchten Küche. Zweimal war bereits der Servicemann da.
Auch der Herd, der in falscher Ausführung geliefert wurde, ist noch  nicht ausgetauscht. Der in unserer Abwesenheit runderneuerte Lift fährt nach Startschwierigkeiten, gerade in unserer Ankunftsphase, mittlerweile bis in den Keller. Aber sonst lief alles rund ....

Teile unserer Familie haben wir auch schon in die Arme geschlossen, liebe Freunde verwöhnten uns schon und die nächsten Tage sind verplant. Selbst die Wiener Küche wurde schon genossen:



Diese "extraordinären" Platzki hätten mehrere Personen ernährt!

Trotzdem blieb Zeit für so manchen Einkauf, zu einem passendes Mitbringsel für unseren nächsten Ungarnbesuch hat uns Gabriel animiert, leider reichte die Zeit nicht zum Besuch der Wiener Buchmesse, aber das Buch ist im Handel erhältlich:



Tomi wird sich freuen!


 Das Weihnachtspaket für Uruguay ist seit heute auch auf dem Weg - nach einem Eklat bei ULP (=unsere liebe Post, Anmerkung von mir) der mich zur sogenannten "Hosentaschenfaust" veranlasste: wie schon oft wollte ich ein Packerl nach Montevideo aufgeben, zuerst holte ich die Auskunft nach Laufzeit und Preis ein -
die überforderte Schalterdame meinte, Normalpost ginge sich nicht mehr aus und riet zu EMS - Preis € 60,-- aber eine mit Computer oder Schreibmaschine ausgefüllte Rechnung müsste beigefügt werden. Und zwar ein Formular von ULP. Aha.
Wo gibt es dieses Formular?  Im Internet. Wo? Ein freundlicher Beamter, vom Postamt angerufen, erklärte sich bereit, mir dieses per Email nach Hause zu schicken. Mit dem Packerl unterm Arm also nach Hause, Laptop angeworfen, Formular heruntergeladen. Aber das ist ein PdF, welches man nicht ausfüllen und ausdrucken kann, Schreibmaschine besitzen wir keine.
Zum Telefon gegriffen, den freundlichen Beamten angerufen, "ja des waß i net" als Antwort erhalten, vom Ehemann für "spinnert" erklärt, weil ich ein Packerl um € 60,-- Porto versenden will - kurz und gut, ich rauschte wieder ab, kam zu einem Schalterbeamten, den ich schon lange kenne, der füllte händisch eine Zollerklärung  aus, nahm mir 26 Euronen für ein "schnelles Paket" ab und die Welt ist wieder in Ordnung.

Zum Schluss noch vielen Dank für alle lieben Kommentare und guten Wünsche, demnächst gibt es eine -Revanche-Runde!!





Dienstag, 3. April 2012

Alle Jahre wieder

gibt es die Osterstandln auf der Freyung


wie ich lesen konnte, handelt es sich um Europas grössten Eierberg




Viele Besucher nutzen die Karwoche für einen Osterspaziergang durch Wien, manche lassen sich sogar von den "Animateuren" zu einem Tänzchen verführen.






 Schöne Ostern für euch alle 

Dienstag, 6. März 2012

Freitag, 17. Februar 2012

Eisstoss

Als echtes und nicht mehr taufrisches Wiener Kind beherrsche ich das Wienerische, wie es noch vor mehreren Jahrzehnten gesprochen wurde. Könnt ihr euch erinnern? Im Winter nach längeren Frostperioden, so ähnlich wie sie jetzt war, fror die Donau teilweise zu, durch die Wasserbewegung des Flusses brach das Eis und die schwimmenden Eisplatten türmten sich aufeinander, es entstand ein Eisstoss, diese Sensation veranlasste die Wiener zum Eisstoss-Schauen-Gehen.

Ein Kinderreim (hier etwas anders als in meiner Erinnerung) ist mir erinnerlich:

Die Donau ist ins Wasser g'fallen
Der Eisstoss is verbrennt
Der Stefansturm is narrisch wur'n
Und is zum Lösch'n g'rennt

Die Donau zeigte dieses Naturschauspiel diese Woche, wir haben zwar den Eisstoss nicht sehen können, aber doch eine zugefrorene Donau in Winterruhe vorgefunden.






Den Stefansturm konnten wir nicht sehen :-))

Dienstag, 7. Februar 2012

Immer und überall

Immer zu spät und überall im Weg, so komm ich mir manchmal vor.
Wiedereinmal nicht UP2DATE, obwohl vorgemerkt habe ich darauf vergessen, was habe ich davon?

Alle  oder Viele waren schon dort.

Ganz einfach, auch für Fussreisende in Wien gut erreichbar befindet sich der oder das  Feinkoch



Das Konzept erklärt sich von selbst: für eine Reihe von Speisen erhält man neben Rezept und Anleitung die gewogenen Zutaten, geht oder fährt nach Hause und kocht ohne Reste. 
Ein Feinkostladen der besonderen Art, der nicht nur verspricht, beste Produkte anzubieten sondern auch zum Selberkochen unter erleichterten Bedingungen anregt.

Vielleicht sieht man sich demnächst ?



Freitag, 3. Februar 2012

Frühstücken im Kaffeehaus

Ein medizinischer Termin zwang uns dieser Tage nüchtern aus dem Haus. Bitte nicht grinsen, nüchtern heisst im Falle einer Blutabnahme "ohne Frühstück".
Nun, wenn schon mit leerem Magen zur schönsten Frühstückszeit in der Stadt aufhältig und ein freier Parkplatz vor dem Landtmann ist - das musste genützt werden.




Im Wintergarten war ein Tischchen frei, also placierten wir uns unter die illustren Gäste und studierten die Frühstückskarte.



2 x Frühstück mit Handsemmerl


dazu die Aussicht auf das Burgtheater geniessen - schlecht ?

Nicht mehr "nüchtern" beobachteten wir eine Zeit lang das Kommen und Gehen so manchen Politikers, genossen noch die Wiener Kaffeehaustradition, bis wir uns zu unserem nächsten Vorhaben  weiter begaben.







Donnerstag, 19. Januar 2012

Wien Westbahnhof neu



Der Wiener Westbahnhof ist wieder in Vollbetrieb!

Ob architektonisch gelungen ist Geschmackssache, die unter Denkmalschutz stehende Bahnhofshalle wurde links und rechts mit 8-geschossigen Gebäuden umgeben, welche Büro- und Dienstleistungsbetriebe sowie ein Billig-Hotel beherbergen. Drei Untergeschosse bilden ein Einkaufszentrum mit 90 Geschäften, welche sicher nicht nur Reisende gutheissen werden.
Der Westbahnhof ist als Kopfbahnhof Ausgangspunkt der Westbahn, im Jahr 1858 als Kaiserin Elisabeth Bahnhof eröffnet. Dass er dem neuen Zentralbahnhof nicht zum Opfer fallen wird halte ich durch die Renovierung als sichergestellt und das ist für uns Westwiener wichtig.

Ganz verständlich ist mir nicht, warum die einstige Namensgeberin Kaiserin Elisabeth hier verloren in der Bahnhofshalle steht:




Nicht einmal eine Inschrift oder Gedenktafel konnte ich finden.
Das Bundesdenkmalamt gab mir auf Hinterfragen die Auskunft, dass eine Tafel noch hinzugefügt werde.



Keine Antwort konnte ich  jedoch auf die Frage erhalten, welche Attribute Sisi hier in Händen hält - einmal scheint es ein Frosch zu sein, in der anderen Hand eine Rose.
Auch mein Sisi-Experte Walter   hat überraschender Weise keine Erklärung dafür!
Wer weiss es ???





Ich hoffe, dass die Kompetenzen bald geklärt sind und die einstige Namensgeberin der Bahn und des Bahnhofs standesgemäss präsentiert wird.