Donnerstag, 7. August 2014

Sommer ade?

Gärtnerisch hätte der Juli nicht stattfinden müssen. Unser Hochbeet wurde von den Schnecken erobert, ich habe Petersilie, verschiedene Salate, Radieschen sowieso, Karotten und Mangold gepflanzt, gerade von den Radieschen  haben wenige den Weg in unsere Küche gefunden, so schnell wie die  braunen Bewohner des Gartens konnte ich die Ernte nicht einbringen. Gäbe es nicht eine liebe Nachbarin, die es versteht, den Schnecken den "Herren" zu zeigen dann hätte es bei uns dieses Jahr keinen gartenfrischen Salat und schon gar keinen Petersil gegeben!!
Von Elisabeth habe ich wieder zwei liebevoll vorgezogene Paradeispflanzen im Topf bekommen, schämen und rot werden tät ich an deren Stelle, es ist ihnen offensichtlich zu kalt und zu feucht.


Meinen Spenderinnen danke ich ganz herzlich.

Und jetzt zu meinen Erdäpfeln:

Im Frühjahr habe ich in diesen Kübel Erdäpfel gelegt, immer wieder Erde drauf und "Wax und Kim". Nun, weil das Kraut total abgefressen war - wem schmeckt das ?? - machte ich mich an die Ernte.



Kümmerlich abgefressen - so stehen sie da 



in der Scheibtruhe gatschige Erde und einige ertrunkene Erdäpferln



das war's dann für heuer.


Dienstag, 17. Juni 2014

Schau genau

Es wäre gemein, euch länger auf die Folter zu spannen, unsere Freunde haben sich viel Mühe gemacht, mit feinem Zwirnfaden ein naturnahes Gebilde zu schaffen:





Montag, 16. Juni 2014

Frühreif ....

Pfingsten und die nachfolgenden Tage verwöhnten uns mit traumhaftem Wetter und lieben Besuchen.
Unsere Familie und unsere Freunde machen uns immer viel Freude, den letzten Besuch werden wir nicht so schnell vergessen.

Das Klima im Salzkammergut ist ein wenig rau, wir haben es trotzdem vor Jahren gewagt, einige Weinreben zu pflanzen und ernten schon mehrere Saisonen bescheidene Träubchen, die man so beschreiben kann:  ein feines, elegantes Säurespiel begleitet den Abgang.

Unsere Freunde Elisabeth und Karl hatten letzten Herbst tiefstes Mitleid ob unserer mageren Ernte - sind sie doch die üppigen Reben des Weinviertels gewohnt.
Mann traute seinen Augen nicht, als er seinen Blick nach der Abreise der Freunde gegen die Weinrebe hob:


Weintrauben im Juni - das gibt es doch nicht !


Die Süsse der Pfingstsonne ist den Trauben anzusehen, zweifarbig prangen sie auf dem Weinstock neben den Blüten - es ist nicht zu glauben  ! Wir werden sie "Ausseer Kurtraube" nennen und einen "G'mischten Satz"
daraus keltern. Natürlich gibt es ein Probe-Achterl für die Spender, wir freuen uns schon drauf.






Samstag, 24. Mai 2014

Alles paletti

ja, sehr sogar, es geht uns gut, wir sind im Salzkammergut und geniessen, wenn wir nicht von meinen Ideen getrieben herum werken, den jetzt wunderbaren Mai.
Danke allen Lieben, die nachgefragt haben, nichts ist passiert, wir sind wohlauf, eine schöpferische Pause war offensichtlich notwendig.

Da es nun eine Geschichte gibt, die ich gerne mit unseren Lesern teilen möchte, fange ich am besten ganz von vorne an:

Im Internet geistern schon seit längerem Videos und Beschreibungen über die Verwertung von Paletten herum, tippst du bei Herrn Google "Paletten-Garten" oder "Paletten-Möbel" ein, die Liste der Vorschläge ist unendlich.
Das kann ich auch, dachte ich  mir. Wir sind nicht gerade pleite, dass wir unsere müden Glieder auf Paletten sitzend ausruhen müssen, wir besitzen sogar eine edle Garten-Sitzgarnitur und auch unser Wohnbereich ist nicht schlecht möbliert.
Mein Herzallerliebster nickte verständnisvoll, wenn ich ihm die Bilder mit den unbedingt nachahmenswerten Ideen zeigte so nach dem Motto "sie wird sich schon wieder beruhigen.." , aber dieser Mai und der Besuch des Sohnes, der beruflich mit Entsorgung zu tun hat, stellte die Frage in den Raum: "kannst du uns Paletten besorgen?" Ich dachte für den Anfang an zwei, mein Mann an drei, der Sohn an



fünf!

Was mach ich jetzt?  Die You Tube-tutorials sehen ja babyleicht aus, Mäderln hüpfen mit Akkuschraubern und Stichsägen zwischen den Paletten hin und her, sägen, schrauben, hämmern und fertig ist das Wunderding. Eine Europalette wiegt 20 kg!
Ich wagte nicht, meinen Löwen-Partner, der Zirbenholz für den Wohnbereich und Teak oder Lärchenholz für den Garten bevorzugt, um Hilfe zu bitten. Palettenmöbel !!! 
Manchmal kommt es anders als man denkt. Er überlegte, plante, dachte nach, wir besprachen, wir begannen:


Wir suchten eine schöne Palette aus, brachten sie zur weiteren Bearbeitung auf unseren schönen Gartentisch und und mit dicker Folie und Tacker wurde die Rückseite der Palette sowie der Boden- und die Seitenteile verschlossen



Mit vereinten Kräften - ich mit Rat, er mit Tat - werkten wir und waren mit dem Ergebnis recht zufrieden.


Mit Erde befüllt wurde dieser vertikale Garten an die östliche Hauswand gelehnt, der Morgensonne  entgegen.



Bepflanzt, besamt, mit Schneckenkorn geschützt darf dieser Garten den Sommer hier verbringen .

Nun haben wir noch 4 Paletten ! Ich möchte gerne einen Tisch bauen - wieder kann ich das nicht allein, ich liefere die Idee, mein geduldiger Mann werkt - ich halte, reiche zu und gebe gute Ratschläge.


Noch nicht verschraubt steht hier der Prototyp, eine Palette bildet die Tischplatte. man beachte den genialen Ausschnitt für eine Blumenwanne, aus zwei weiteren Paletten sägten wir die Fußteile.


Die Kanten wurden abgeschrägt, das fiel dem Nachbarn ein, der uns besuchte. Da gab es den ersten Probekaffe!







Die Sache mit den Fußteilen wurde umgemodelt, ein wenig hineingerückt, man hat mehr Fußraum beim Sitzen und für die Verschraubung ist es angenehmer.


Wenn schon, dann auch schleifen


 und streichen



die Blumenwanne einlassen




Heute weihen wir noch zünftig ein ! Praktischerweise steht dieser Tisch vor dem Küchenfenster, das freut mich besonders. 


Aber eine Kleinigkeit wäre da noch: 



Eine ganze Palette und zwei angeschnittene Palettenteile sind  noch übrig - bitte keine Möbel mehr ! 


Die Teile übereinander gestapelt ergeben einen Blumenturm 

Mich freut es sehr, was da entstanden ist, hat praktisch nur die Schrauben und hilfreiche Hände gekostet und ist im Nu entsorgt, wenn es nicht mehr gebraucht wird.

Danke euch allen fürs Lesen und Kommentieren, ich verspreche nichts, aber ab zu vielleicht ......


Montag, 23. September 2013

Auf die Schnelle

machten wir unsere lang vor uns hergeschobene Schwarzwaldfahrt, um Erinnerungen aufzufrischen und Neues zu sehen.
Die Wetterprognose war furchtbar, so sah es auch am Morgen unserer Abreise aus: 6° und es schüttete !
Doch je näher wir dem Westen kamen, je besser wurde das Wetter.
Wir hatten uns vier Tage Zeit genommen und soviel untergebracht, wie möglich.

Da immer der Weg das Ziel sein sollte, besichtigten wir als Erstes das Städtchen Calw im Nordschwarzwald. Nicht nur wegen der schönen Fachwerkhäuser interessant, 




ist es doch auch eine Pilgerstätte zum Geburtshaus von Hermann Hesse.

Auch Nagold bezauberte durch die Architektur und den Blumenschmuck






Wir fuhren weiter nach Freudenstadt, wo uns die evangelische Stadtkirche - eine Winkelkirche - besonders beeindruckte




und der grossartige Marktplatz mit den Arkadengängen !

Hinter den sieben Bergen - über nie enden wollende Bergstrassen, wir fühlten uns wie in der Steiermark - gelangten wir zu unserem Quartier in Zell am Harmersbach - das war genug für den ersten Tag.

Wir hatten uns vorgenommen, die Nähe zu Strassburg mit einem Besuch des Europäischen Parlamentes zu verbinden, da dieses nur einmal im Monat tagt, gab es keine Führung für uns, aber unsere Flagge durften wir bewundern:


Danach ein kurzer Streifzug durch die Altstadt 







Unser Thema hiess "Schwarzwald", doch konnten wir an der Elsässer Weinstrasse nicht vorbeifahren







märchenhaft und doch von echten Menschen bewohnt 

Dann war da noch unsere alte Liebe  





die fatale Rissbildung, hervorgerufen durch umweltfreundliche Erdwärmebohrungen,   ist erschütternd!


 Trotzdem was es schön für uns, vor dem Rathaus eine wunderbare Schwarzwälder Kirschtorte verzehren zu dürfen.




Bei Kaiserwetter und wo doch das Österreich-Wappen so schön auf dem Rathaus prangt!

Weil wir schon in der Schule gelernt haben, das unsere schöne blaue Donau im Schwarzwald entspringt, konnten wir an der Donauquelle nicht vorbeifahren





Das war unsere kurze, heftige Schwarzwaldreise, die wir mit lieben Freunden sehr geniessen durften.