Mittwoch, 31. Dezember 2008

Der Granatapfel in aller Munde – die alte neue Trendfrucht! .. mehr ..



Eigentlich wussten wir mit dieser Frucht nie so richtig was anzufangen, die ledrige Haut, die vielen Kerne – er war einfach nicht „in“

Das hat sich geändert.

Das amerikanische Ehepaar Stewart und Lynda Resnick haben den POM Wonderful zu einer Megabrand ausgebaut (der Name kommt von „Pomegranate“ und der Obstsorte „Wonderful“). Auch bei uns ist der POM jetzt ein Renner. In den Supermarktregalen finden wir Juice und Sirup aus dieser biblischen Frucht.
Als wir auf das neue Kultgetränk, den „Pomtini“ stießen, wurden wir neugierig: Einfach Granatapfelsaft mit Martini aufspritzen. Darüber hinaus findet man unter „Pomtini“ weitere Cocktail-Rezepte

hier

Was ist nun so toll an dieser Frucht?

Man kann es natürlich nicht beweisen, aber es wird vermutet, dass der Granatapfel
jene Frucht war, mit der Eva Adam verführte, in vielen alten Kulturen und Religionen wird er erwähnt – als Grabbeigabe bei den Ägyptern, im Koran, in der griechischen Unterwelt.

Nachgesagt wird ihm heute vielfältige medizinische Heilkraft:

- Die als Aphrodisiakum anregende Wirkung schreibt man einer Substanz zu, die sich in den Kernen finden lässt, einem Alkaloid, dem „Piperidin“


- Der Granatapfel schützt das Herz

Die Phenole aus Rotwein und grünem Tee sind bekannt, im Granatapfel sind aber nicht nur höchst wirkungsvolle Antioxidantien, es scheint, dass sie außerdem in der Lage sind, Arteriosklerose zu verhindern, indem sie das schlechte Cholesterin reduzieren und damit unsere Blutgefäße elastisch halten.

- Der Granatapfel enthält in seinen Kernen so genannte Phytoöstrogene, also pflanzliche Pseudohormone – also eine weibliche Frucht!

- Der Granatapfel wird als biologische Krebsabwehr bei Prostatakrebs bezeichnet – also eine männliche Frucht


Ob wir all diesen Studien glauben oder nicht – wir haben eine Frucht gekauft, geöffnet, ausgepresst, den Saft verkostet. Zum Vergleich Juice gekauft, verkostet, natürlich auch einen POMtini gemixt und alles für gut befunden.

Dazu haben wir einige Tipps für die Anwendung gefunden:

Die roten Kerne des Granatapfels schmecken in Fruchtsalaten und Desserts. Auch in Blattsalaten sind sie für einen fruchtigen Farbtupfer gut.

(Nicht gefunden haben wir Tipps, wie man den Kerne von den Fruchtresten befreit - Anwendung getrocknet oder wie ...? Anm . d. Red.)

Unentbehrlich sind die Kerne in der orientalischen Küche, z.B. einem Reis-Pilaw mit Nüssen und Granatapfelkernen.

Aus dem Saft der Kerne wird Sirup hergestellt, der als Grenadinesirup in keiner Bar fehlt. Außerdem eignet sich der Saft für Sorbets

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit diesem Wunderapfel?

Kommentare:

  1. Nein, mit der Zubereitung von Granatäpfeln habe ich noch keine Erfahrung. Den Strauch selbst finde ich eher unscheinbar, aber die Früchte herrlich exotisch.

    Von Hennersdorf kommend habe ich in Vösendorf einen Granatapfelstrauch in einem Innehof über eine Mauer lugen sehen - die Früchte.

    Seitdem frage ich mich, ob so ein Strauch winterhart genug ist, um auch in unserem Garten zu überleben.

    In Katalogen sind mir bisher nur Angebote für Topfbepflanzung aufgefallen - ein interessantes Thema.

    LG & alles Gute im Neuen !


    Andreas

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  2. Im Süden Bulgariens wachsen auch Granatäpfel, ich bekam als Kind von einer Nachbarin, die ihre Familie dort hatte, oft einen geschenkt. Meine Mutter musste dann immer nach dem Verspeisen die Küche neu ausmalen ;-)
    Hin und wieder mache ich folgende Beilage (passt zum Beispiel zu indischen Küche) Cous-Cous, Mandelblättchen und Granatapfel - gewürzt nur mit einem Schuss Olivenöl und Salz und Pfeffer

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  3. ja, Andreas, als Kübelpflanze wird er angeboten, das haben wir auch gesehen, das ist leider zu mühsam.

    Bulgariana, danke für das Rezept, was genau verwendest du dann vom Granatapfel - Saft oder Kerne ? Von Fruchtfleisch kann man ja wirklich nicht sprechen!
    Und das mit dem Küche ausmalen können wir nachvollziehen, die Farbe ist hinterlistig - wurde als Teppich-Färbemittel verwendet, haben wir gelesen.

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  4. Ich verwende nur die Kerne, wie du schon sagst - Fruchtfleisch gibt es in dem Sinne keines, bzw. würde nicht schön aussehen. Einfach mit der Hand die Kerne aus der Schale lösen und unter dem Cous-Cous mischen.

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  5. Ich liebe Granatapfel!
    Mittlerweile habe ich schon eine gute Technik, die Kerne herauszulösen. Man schneidet oben rundherum den Stümpfel heraus, schneidet wie beim Orangenschälen die Schale in Spalten und bricht dann die Frucht auseinander. So kann man die Kerne am besten herauslösen. Ganz schlecht geht es, wenn man die Frucht quer auseinanderschneidet, da verliert man auch zu viel Saft.
    Ich verwende die Kerne gerne zum Dessert, oder auch über einen Mangowintersalat (siehe mein Blog).
    Liebe Grüße!

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  6. Hallo, ich liebe den exotisch sauren Geschmack des Granatapfels, kaufe mir ab und an einen, murkse den dann auseinander und schlürfe den Saft, sauge an den Kernen bis sie nix mehr hergeben und spuckte sie dann aus.....harte Dinger.
    Nun weiss ich also Danke euch dass grad die Kerne das Gute sein sollen, oje...na heut hol ich mir wieder einen.
    Zugucken darf mir eh keiner wenn ich mit dem Teil kämpfe.....und danach ist GrossReinemachen der Küche auf dem Stundenplan ;O)
    Aber Danke für den Tipp mit Martini mischen.
    Passt zwar grad net in meine Neujahrsvorsatzliste mit rein, aber was solls, Vorsätze sind da um gebrochen zu werden, hahaha. Prosit meine lieben Freunde.
    Petra

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  7. Stimm der Petra zu - Pomtini hört sich sehr lecker an - auch wenn ich mich in "Genügsamkeit" üben will -wenigstens bis Ostern. Nu ja - mein Tip ist der Granatapfelsirup vom Türken - der ist besser als Grenadine und im Sommer gemischt mit Sprudel oder Eiswasser total leckerer Durstlöscher. Und um auf Bulgariana zu kommen - ich würd manchmal schon einen essen wollen - aber der Saft ist einfach mörderisch. Aber ich werde den Tipp von entegutallesgut versuchen. Einen schönen Januartag wünsch ich Euch.
    ninifee

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