Freitag, 15. Juni 2012

Keine Fische bei der "Schlafenden Griechin"

Während im Herrenzimmer -eh scho wissen :-) -ordne ich die Fotos von unserer letzten  Fahrt Wien-Salzkammergut, die wir wie berichtet über die Weststrecke unternahmen. Es gibt ja wie überall zwei Möglichkeiten, das Salzkammergut einzuzingeln, Mann nähert sich lieber über den Semmering, sprich Südstrecke, Frau zieht die Weststrecke über den Traunsee vor. Dies ergab sich auf Grund der Hamsterfahrt von selbst.

Das Wetter war nicht hervorragend, jedoch konnte man die Berge erkennen. Als Beifahrerin hatte ich Gelegenheit, eine Besonderheit zu fotografieren, die man nur von einer bestimmten Stelle auf der Fahrt von Traunkirchen Richtung Ebensee so erkennen kann:



Die "Schlafende Griechin" - der Erlakogel umrahnt von den Gasselkögeln und dem Spitzestein sieht aus diesem Blickwinkel wie eine vornehm schlafende Frauengestalt aus,



von der eine Sage erzählt, dass einst der greise König Dachstein die Berge seines Reiches zu sich rief. Den Traunstein aber verbannte der König wegen seines Ungehorsams aus seiner Gesellschaft und ließ ihn einsam am Rande seines Riesenreiches stehen. In einer hellen Sternennacht schlich sich ein treuloses Weib aus der Felsenregion und biederte sich dem Traunstein an. Da verfluchte König Dachstein auch das Weib und verbannte es als leblosen Felsen für alle Zeiten an die Seite des Traunseegiganten. So liegt seit dieser Urzeit die "Schlafende Griechin" am Südufer des Sees.


Quelle: Franz Mittendorfer, Traunkirchen - einst Metterpfarre des Salzkammerguts. Herausgegeben von der Gemeinde Traunkirchen, Linz 1981, S. 193


Der Traunsee ist aber nicht nur wegen seiner herrlichen Gebirgswelt bekannt, sehr gerne macht man hier Halt zu einer besonderen Fischjause, dem Steckerlfisch. 
Das dachten wir auch - den besten Steckerfisch gibt es hier, denn nicht Makrelen werden auf die "Steckerln" gespiesst sondern die besonderen Riedlinge







aber leider, es war uns nicht gegönnt. 





Macht nix, wir kommen sicher wieder!


Kommentare:

  1. Die "Schlafende Griechin" ist wirklich wie eine schlafende Frau!
    Jetzt bin ich hungrig, die Fischspeise sah so lecker aus. Wenn ich noch wüsste, was Riedling auf Finnisch ist! Eine Übersetzung habe ich nicht gefunden.
    LG
    Clarissa

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    1. Ich glaube, diesen Fisch hat noch kein Finne gesehen, weil er nur im Traunsee lebt, es wird also Zeit, touristisch etwas zu unternehmen :-))
      LG

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  2. ich habe gerade das Filmchen über den Riedling geschaut. Da bekomme ich richtig Lust auf eine Fahrt an den Traunsee :-)
    und die schlafende Griechin hast du toll fotografiert. Ich habe sie tatsächlich erkannt!
    lieber Wochenendgruß von Heidi-Trollspecht

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  3. Schöne Geschichte! Ich muss gestehen, dass ich von der Schlafenden Griechin noch nie gehört habe - traurig, dass ich so viel über Österreich nicht weiß....

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    1. du willst/kannst ja nicht ins Salzkammergut kommen :-( LG

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  4. Ich bin immer voller Bewunderung, wenn Leute fast alle Berge mit Namen benennen können. Ich selbst habe dafür leider keinen Blick.
    Mein Bruder, er ging sehr gerne in die Berge zum klettern, konnte das auch. Als wir mal gemeinsam auf einer Hütte waren, konnte er alle Berge um uns herum beim Namen nennen, ich war sehr beeindruckt.
    Liebe Traude, danke für deinen interessanten Reisebericht..eine schlafende Griechin kann ich auch sehr gut erkennen!
    Schade wegen dem Steckerlfisch, aber du sagst es...es ist ein Grund die Fahrt erneut anzutreten!
    Herzliche Grüße, Lollo

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    1. Ja, liebe Lollo, das ist nicht so weit weg von uns, man muss nur gerade bei Appetit sein, wenn man dort vorbeikommt.
      LG

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  5. Och, das ist aber nicht nett, wenn die alle Fische verkauft haben und ihr musstet hungrig weiter fahren! Hoffentlich gibts beim nächsten Mal diesen Steckerlfisch.
    Die schlafende Griechin sah ich auch schon öfter. Ein toller Anblick.
    Lieben Gruß
    Poldi

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    1. Dabei dachte ich, ihr fahrt die Südstrecke! LG

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  6. Schlafende Frauen sind immer nett. Dann hat mann keine Wickel mit ihnen. :)

    Herzliche Grüße in die Salzkammer!

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  7. Die kaiserlich-königliche Kammer dankt und grüsst herzlich zurück!

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