Samstag, 1. Oktober 2011

Garantiert mausfrei

Wir leben in einem sehr alten Holzhaus mit allen Vor- und Nachteilen! Weil es uns im Winter  - ihr wisst - in die Stadt zieht, haben die Mäuse hier Kirtag. Über viele Jahre mache ich das jetzt mit, im Frühjahr gibt es Schäden, die durch das Ungeziefer verursacht werden, es mauselt nahe bestimmten undichten Stellen, es geht soweit, dass aufgestellte Köder (sprich Mausgift) weggefressen sind, von Gerüchen, Skeletten und Mausbemmerln nicht zu reden.
Im heurigen Frühjahr war es so schlimm, dass ich einen Anfall bekam, der fast in einer Ehkrise endete, also "entweder die Mäuse oder ich", denn sie wohnten praktisch in der Speis. Ich war immer sehr dankbar für diesen winzigen Raum, der ein enormes Fassungsvermögen hatte, aber in den letzten  Jahren lagerte ich über nur mehr Dosen und Flaschen in diesem praktischen Kämmerchen, denn sogar das Styropor aus den Verpackungen der Küchengeräte wurde angefressen.

So setzte ich dem Göttergatten - mit Hilfe lieber Verbündeter - das Messer an. Es müsse was geschehen, denn sonst geschieht, dass wieder nichts geschieht. Und so geschah es, die Renovierung des Speiskammerls wurde in Angriff genommen.

Montag: ausräumen! Unendlich viele Schachteln, Flaschen, Gläser, Dosen, Besen, Bügelladen, Bügeleisen, Küchengeräte brauchten Platz. Zwei Wäschekörbe in den Keller, einen Tisch voll ins Wohnzimmer und einiges weiter weg, unglaublich, was dieser Raum alles fasste!
Ich zeige kein vorher-Fotos von Mausbemmerln und angefressenen Gegenständen inkl Deckerln (!)
 und beschreibe nicht die Gerüche und meine Gefühle, begleitet von spitzen Schreien, wenn ich mit Gummihandschuhen wieder wohin griff ....
Dienstag: die rechte Wand ist aus Holz und soll so bleiben, die linke Wand ist tapeziert, GG entfernt die Tapete,



die Makulatur ist aus 1972, das eine Jahr hätten wir auch noch warten können, dann hätte sie 40-jähriges Jubiläum.

Dann kommt es zu Tage:



Einladend ist der brüchige Verputz und die Spalten - ein Wunder, dass die hungrigen Biester hereinspazieren ?


Zuerst wurden alle Ritzen verspachtelt, die Wand mit Rigipsplatten versehen, ein Tag Pause zum Trocknen.
Am nächsten Tag, es ist bereits Mittwoch, wurde ausgemalt, ein Tag Pause zum Trocknen.
Zwischenzeitlich konnten wir die Regalbretter mit Schrankpapier überziehen.
Am Donnerstag nochmals übermalen und Trocknen.
Dazwischen immer wieder Boden säubern, wischen, putzen.

Am Freitag endlich konnte alles wieder herbeigeschleppt werden, nach einem genauen Plan eingeräumt ist die Speis jetzt pipifein sortiert und  übersichtlich. Nach menschlichem Ermessen wird sie die nächsten Jahre mausfrei sein.


Zur Entspannung gab es hinterher beim Schraml mit diesem Ausblick 


eine verdiente Pause


Kommentare:

  1. mein tiefstes verständnis begleitet dich. theoretisch ist mein haus mausfrei - aber im vergangenen jahr haben sie sich unter der badewanne irgendwo entlang der abflüsse einen weg gebahnt und bis ich es gemerkt habe, war das bad voller mäuse. bin auch neugierig, ob ich jetzt alles dicht gekriegt habe, wenn nicht, kriege ich die krise. ich kenne das vom langen landleben auch, mäuse in allen variationen und schäden, dass man nur staunen kann. und wenn ich gar keine maus habe, dann sorgt die katze für nachschub.
    und ich bin schon voll hysterisch!
    liebgrüßt mit traumwetter
    ingrid - waldviertel

    AntwortenLöschen
  2. Na Kompliment da wurde ganze Arbeit geleistet. Diesbezüglich der Mauserln blieben wir bisher verschont. Aber bei euch ist jetzt wirklich alles super fein.Viel Freude mit der neuen Speis wünscht euch susibella.

    AntwortenLöschen
  3. Ich kann das auch sehr gut nachvollziehen. Irgendwo gibt es Grenzen. Ich wünsche euch, dass ihr nun wirklich lange Ruhen habt.
    lg Elke

    AntwortenLöschen
  4. Oh je... da habt ihr aber Glück gehabt, dass sie nur in der Speisekammer waren. Ich stell mir vor, wenn so ein Mäuschen mit ihrer gesamten Verwandtschaft im Schlafzimmer hausen würde. igitigitigitigtttttt .... vielleicht wären Türen vor den Regalen auch nicht schlecht, oder überhaupt noch zusätzliche Schränke. Ich wünsche euch jedenfalls einen mausfreien Winter.
    Liebe Grüße
    Rita

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Traude!
    Da bin ich voll und ganz hinter Dir. Vor einem Jahr hatten wir eine Maus in der Küche. Dass sie meinen Vorhang zerfressen hatte, fand ich nicht so schlimm, wie diesen grauslichen Mausgeruch.
    Auch in diesem Jahr wollte sich wieder ein Mäuschen über den Winter dort einmieten. Dass wir einen Untermieter hatten merkte ich gleich am nächsten Morgen, weil einer meiner Paradeiser (Eigenbau) angeknabbert war. Und wenn es um meine Paradeiser geht, kenne ich kein Pardon. Eine mit Schokolade als Köder gefüllte Mausefalle tat ihre Wirkung.
    Ich hoffe, bei dieser Einen bleibts für diesen Winter. Auf jeden Fall stehen noch zwei Fallen bereit.
    Lieben Gruß
    Poldi

    AntwortenLöschen
  6. Auch wir sind geplagt mit Mäusen. Mit Wühlmäusen. Und keiner weiß, wie sie zu besiegen sind. Der untauglichen Mittel jedoch gibt es sehr, sehr viele.

    AntwortenLöschen
  7. Wir hatten heuer das erste mal seit dem Umbau unseres Hauses wieder einen Maus im Haus. Diese hat sich von aussen durch die Lehmwände gefressen/ gebohrt. Mein Mann hat das Loch gesehen und verputzt so war der Maus der Weg nach draussen versperrt und wir hatten sie schon im Haus. Sie hat sich unüberhörbar unter den Fußböden bewegt und es hat nicht lange gesdauert auch schon in der Küche und dem kleinen Zimmer. Ich war etwas außer mir!! Nußstrudel angefressen und überall Kötel, widerlich. Wir habe Fallen aufgestellt und es hat keine halbe Stunde gedauert und die Maus war tot.Es war nur eine Maus. Wir achten jetzt sehr genau darauf das die Türen nach draussen geschlossen sind damit uns nicht die nächsten einfach bei der Türe herein spazieren.

    Ich kann die spitzten Schrei und den Ekel total verstehen mir ist es auch so ergangen.
    Mitfühlende Grüße
    Teresa

    AntwortenLöschen

Willkommen bei uns! Wir freuen uns, dass du uns etwas mitteilst:

Es geht los!