Samstag, 20. Februar 2010

Internationaler Tag der Muttersprache

Am 21. Februar ist der "Internationale Tag der Muttersprache". Seit 2000 wird er jedes Jahr von der UNESCO begangen und soll daran erinnern, dass die etwa 6000 Sprachen der Welt geschützt werden sollen.
Leider verringert sich die Sprachenvielfalt - alle zwei Wochen stirbt eine Sprache aus. Die UNESCO hat einen Atlas der bedrohten Sprachen herausgegeben, der hier frei zugänglich ist.

Die EU umfasst 23 Amtssprachen der Mitgliedsländer. Dies sollte nicht als Sprachenproblem Europas angesehen werden sondern als Besonderheit.

Wenn wir den Baum der deutschen Sprache verfolgen, sehen wir auch die ständige Weiterentwicklung der Sprache. Auch das heutige Hochdeutsch ist immer noch im Wandel, es gibt keine amtliche Festlegung, sondern wir haben die Wahl, uns an das Bühnendeutsch oder an das Mikrophondeutsch der Nachrichtensprecher oder noch schlimmer gewisser TV Moderatoren oder die Sprachmonster der Werbespots zu halten.

Wahrscheinlich müssen wir uns damit abfinden, dass es durch den demografischen Wandel immer weniger muttersprachliche Sprecher gibt, wodurch wir den Linguisten glauben müssen, die uns vorhersagen, wie das Deutsch der Zukunft aussehen wird:

- die Umlaute werden aussterben, weil umständlich :
  der Bäcker wird zum Backer,  Österreich wird  Osterreich

- unregelmässige Verben werden abgeschafft
  daher backte die Mutter gestern einen kostlichen Kuchen

 - die Fälle sind ebenfalls ein Relikt - schon Bastian-Sick
    beschäftigt sich mit:
    "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

Zum Schluss noch: meine Muttersprache ist das Deutsch, das in Österreich gesprochen wird.
Die Muttersprache meiner Grossmutter  hingegen ist auch Deutsch, aber ein Deutsch aus dem Mittelalter, welches sich in einer Sprachinsel im heutigen Slowenien erhalten hat und sich so anhört:


Kommentare:

  1. Ich wußte gar nicht, dass es dafür einen besonderen Tag gibt. Macht shcon ein bisschen nachdneklich...
    Servus und so long
    Kvelli

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  2. No ge heerst, jetzt bin i aba mol a bissl gerirt, des is jo di Sprache von meine Vater wos is aus Slovenien gewesen seinerzeit, joo.
    Ich kanns euch flüstern, nicht leicht mit Sprache unsriges.
    Ich als Auswanderer oder Einwanderer....dazu in Skandinavien wo es Worte gibt die 5verschiedene Bedeutungen haben können, je nachdem wo man es einsetzt....und dazu mit einem Lehrer ( Sprachen) verheiratet.....nicht leicht, haha, nicht leicht.
    Servus und Baba, Petra B.

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  3. Die deutsche Sprache hat viele Wurzeln. Wenn dann noch der Dialekt dazu kommt, dann haben die Menschen des eigenen Landes oft Verstehensprobleme.
    Lieben Gruß
    Lemmie

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  4. Das Leben geht auch an der Sprache nicht vorbei ...
    es wird nichts verloren gehen, sondern ja durch Neues ausgetauscht .
    der Lauf aller Dinge ist auch die " Modernisierung " im Sprachgebrauch ..
    Ein lieber Gruss, am " Freunde-Tag".
    ♥☼♥Barbara♥☼♥

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  5. Danke für Deine guten Wünsche.
    Die OP war nicht schlimm. Und die erste (ziemlich schlaflose) Nacht habe ich auch gut überstanden, jetzt geht es nur noch aufwärts.
    Alles Liebe
    Lemmie

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  6. @alle: die Sprache lebt, das ist das Schöne!

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