Samstag, 30. August 2008



Wir waren Kurz-mal-weg - nicht weit, nur in Graz, weil wir aber auch in Wien, Niederösterreich und Ungarn waren und uns dann Richtung südliche Steiermark bewegten und endlich wieder in der Obersteiermark ankamen, gestaltete sich der "Abstecher" zu einer kleinen Urlaubsfahrt.

In Graz waren viele unserer Kunden, sodass wir kein Fremdland betraten, aber Freizeit haben wir dort so gut wie nie verbracht. So wollten wir den Besuch im Steirischen Landesarchiv mit ein bißchen "Besichtigen" verbinden.

Es handelt sich bei diesem Archiv am Karmeliterplatz in Graz um einen gewaltigen Datenspeicher. Es ist keine Bibliothek im engeren Sinn, es steht zwar jedem Bürger offen, doch entleihen kann man nichts. Dennoch herrscht reges Interesse an den Datenbeständen, wobei viele private Familien- und Hausforscher an den Datenbeständen Interesse haben, weil alle steirischen Grundbücher seit Beginn der Erfassung im 17. Jahrhundert bis 1948 hier aufliegen.
Genau, das war der Grund unseres Besuches, es galt, die Geschichte des Hauses hier in Bad Aussee zu erforschen. Und das ging so: nach mehreren Telefonaten mit der beratenden Historikerin wurden die infrage kommenden Folianten für uns hinterlegt und bleiben ein Jahr zu unserer Forschungsarbeit zur Verfügung. Man betritt einen Lesesaal, nachdem man eine Gebühr entrichtet hat, ausgestattet mit einer Besucherkarte, Taschen sind in einem Schließfach abzugeben.
Dann schleppen die Beamten die bestellten Bücher heran - wir betreiben schon seit einiger Zeit Familienforschung und es ist nicht neu für uns, in alten Kirchenbüchern die kurrent beschriebenen Seiten zu studieren. Allerdings war es ein besonderer Moment, als uns der Franziszeische Kataster vorgelegt wurde!

Wer auch immer eine Liegenschaft besitzt und deren Geschichte erforschen möchte, es lohnt sich, in diesen alten Mappen zu stöbern und zu erfahren, zu welchen Zeiten das Grundstück als Wald, Wiese oder Ackerland oder auch als bebautes Grundstück geführt wurde.

Aber auch Kaufverträge und Urbare (das sind Vorläufer der Kataster und heutigen Grundbücher) konnten wir einsehen.

Es ist nicht erlaubt, zu fotografieren, jedoch werden gerne gegen Bezahlung Kopien angefertigt.

Mit einer dicken Rolle Kopien verliessen wir den Karmeliterplatz und erkundeten die Stadt.





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