Dienstag, 20. November 2007

Am Mittwoch wird in Ungarn gestreikt



Proteste gegen die Reformpolitik der sozialistisch-liberalen Regierung
Budapest - Der ungarische Gewerkschaftsbund LIGA hat für Mittwoch zu Streiks gegen die Reformpolitik der sozialistisch-liberalen Regierung aufgerufen. Deren Kernstück bildet eine geplante sechsstündige Arbeitsniederlegung der Eisenbahner, die auch den internationale Zugverkehr beeinträchtigen wird. Die ÖBB können über mögliche Auswirkungen noch nichts sagen, weil der Streik noch nicht offiziell beschlossen sei und man daher nicht wisse welche Verbindungen lahm gelegt werden. Die Bediensteten der staatlichen Eisenbahngesellschaft MÁV hatten bereits am 25. Oktober und 7. November für jeweils zwei Stunden gestreikt. Ihr Arbeitskampf richtet sich gegen die von der Regierung geplante Stilllegung von knapp drei Dutzend unwirtschaftlichen Nebenlinien.
Die Eisenbahner wollen von sechs bis zwölf Uhr streiken. Die Vertretungen weiterer Berufsgruppen wollen sich anschließen, um die Agenda auszuweiten. Unter Führung der LIGA nehmen sie die von der Regierung geplante Teilprivatisierung der Krankenkasse und die bereits beschlossenen Erschwernisse für Frühpensionen aufs Korn. Streiken werden morgen auch das Bodenpersonal des Budapester Flughafens sowie die Busfahrer in den Komitaten Vas (Westungarn) und Békés (Südostungarn) für jeweils zwei Stunden und die Arbeiter der Rába-Lkw-Werke in Györ für eine Stunde. (gma, cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.11.2007)

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