Sonntag, 23. September 2007

Gröbming - Herti - Wasserfall



Am Freitag, den 14. September wollten wir in Gröbming den Bauern- und Handwerksmarkt besuchen – der Tag bekam eine Eigendynamik:

Die wenigen Standln waren bald besichtigt, wir trafen Frau
Petermann mit ihren herrlichen Keramik-Arbeiten und einige Hobby-Künstler.Nach zwei guten Steirer-Krapfen beschlossen wir, Herti in St. Martin auf gut Glück zu besuchen. Es stellte ich heraus, dass auch sie in Gröbming war und sich mit Steirer-Krapfen versorgt hatte – wir haben uns nicht gesehen.
Herti als Einheimische machte uns auf eine Sensation aufmerksam: der Salza-Stausee wurde ausgelassen und bildete einen großartigen Wasserfall – ein flaches Wegerl und wenige Stufen – gehen wir gemeinsam hin ?
Wir gingen, und es bot sich uns ein wunderschönes Naturschauspiel.

Hier der entsprechende Bericht aus der „Kleinen Zeitung“

Seit gut einem Jahr laufen die Vorarbeiten für die Revitalisierung der Salzasperre zwischen Bad Mitterndorf und Sankt Martin. Immerhin ist das Kraftwerk knapp 60 Jahre alt. Jetzt sollen der Hochwasserschutz der Staumauer und die technischen Einrichtungen von Grund auf erneuert werden. Totalentleerung. Klar ist, dass für die Arbeiten, die von der Behörde vorgeschrieben wurden, der Stausee total entleert werden muss. Mindestens ebenso klar ist aber, dass dieser Umstand für den Fischbestand im Stausee und im Salzabach unterhalb der Staumauer verheerende Konsequenzen hätte. Für die "Verbund-Austrian Hydro Power", die neben dem Kraftwerk Salza noch 38 weitere Wasserkraftwerke in der Steiermark betreibt, Grund genug, die größte Fisch-Umsiedelungsaktion in der Geschichte des Landes in Marsch zu setzen. Planung muss sein. Ein Unterfangen, das klarerweise generalstabsmäßig geplant sein will. Das Innsbrucker Institut für Fischforschung widmete sich in der Salza und in der Enns bis Admont der biologischen und fischökologischen Beweissicherung, vor zwei Wochen begannen Fachleute mit der Umsiedelung des Fischbestandes. Die Ausmaße der Aktion sind spektakulär: Insgesamt werden bei der Aktion, die am Wochenende abgeschlossen werden soll, rund 3,5 Tonnen Fisch umgesiedelt werden. Rund 2500 Kilogramm wurden bereits aus dem Stausee geborgen, 850 Kilogramm wurden bisher aus der Salza zwischen Wasserfall und Enns abgefischt und in andere Gewässer im Umkreis umgesiedelt. Entleerung. Nach Abschluss der Umsiedelung wird das Staubecken innerhalb von sieben bis zehn Tagen komplett entleert, bis Dezember soll das Staubecken leer bleiben, es wird in dieser Zeit nur von der Salza durchflossen. Nach Ende der Bauarbeiten und der Wiederbefüllung des Stausees werden die Gewässer unter fachmännischer Anleitung wieder mit standortgerechten Fischen besetzt.

Nach diesem Ausflug stärkten wir uns im „Hans Linz“ und wollten Herti nur noch nach Hause bringen – dabei fragten wir nur, wo eigentlich der „Walter L.“ wohnt – Herti, schwungvoll wie immer zeigte uns das Stück Weg diesem Haus, und schon waren wir drinnen und wurden von Walter und Lore L. auf das Herzlichste empfangen. An diesem prachtvollen Aussichtsplatz wurde gleich ein Flascherl "Rot" geöffnet und es gab noch einen gemütlichen Nachmittag. Herzlichen Dank



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