Montag, 24. Januar 2011

Lehmann - Adressbuch von Wien

Für alle Ahnen- und Familienforscher oder sonst an der Vergangenheit Interessierten hat die Stadt Wien den legendären "Lehmann" - das erste Adressbuch von Wien - digitalisiert.
Ganz einfach klicken und stöbern, so einfach war es noch nie, sich auf Spurensuche zu begeben!

http://www.digital.wienbibliothek.at/nav/classification/2609

Originalzitat: "Nachweis sämmtlicher Einwohner von Wien nebst Umgegend, mit Ausschluß der Gewerbegehülfen, Tagelöhner und Dienstboten"


 
 
Ich bin davon begeistert!
 

Montag, 10. Januar 2011

Werweisswas

Ich habe soeben mein Montagmorgen Erfolgserlebnis gehabt - darüber mehr:

Ich habe am 5. Jänner in Wien in der Nähe eines Marktes Frauen beobachtet - ich hielt sie für Zigeunerinnen - die Büschel mit trockenem Eichenlaub-Ästen zum Kauf anboten. Eine sprach ich an -  nix verstehen - so kam ich mit der Frage in unseren Bekanntenkreis. Die Vermutung war, dass es sich um einen Brauch in der Ostkirche handle, aber niemand wusste genaues. Unser lieber Fritz hatte die zündende Idee:

"Frag WerWeissWas"

Und das geht so: man registriert sich wie in einem Forum, stellt seine Frage und gibt Stichworte dazu an, dann wird die Frage weitergeleitet an Benutzer, die sich als Experten registriert haben. Von diesen erhält man dann eine email-Antwort.
Gesagt, getan, aber es kamen lauter: weiss es leider nicht

Dann gibt es noch die Möglichkeit, die Frage öffentlich in das Forum zu stellen:

Hallo zusammen - ich bin hier neu und möchte gleich eine Frage stellen:



Ich habe in Wien in der Nähe eines grossen Marktes am 5.Jänner Frauen (Zigeunerinnen?) beobachtet, die in grossen Taschen Büschel aus getrockneten Ästen mit Laub -z.B.Eichenlaub - hatten und diese zum Kauf anboten, der deutschen Sprache aber nicht mächtig waren. So konnte ich den Sinn der Aktion nicht erfahren.


Später sah ich auch ein Auto geschmückt mit diesen trockenen Laubbuschen.


Ich frage mich,um welchen Brauch am Tag vor Dreikönig es sich hier handelt (Ostkirche? )


Wer weiss etwas darüber?


Stichworte: Dreikönig, Neujahr, Laubbuschen

zu meiner grossen Freude ist die Antwort bereits da:

In einigen - überwiegend in Osteuropa "beheimateten" - orthodoxen Kirchen gilt - kirchenintern - noch der ältere Julianische Kalender; dieser geht im Vergleich zum mittlerweile üblichen Gregorianischen Kalender ein paar Tage nach (Hintergrund ist eine etwas andere Berechnung der Schaltjahre; bei Bedarf hierzu gerne mehr).
Aus diesem Grund fallen z.B. in Rußland, Serbien und anderen Ländern der Heilige Abend auf den 6. Januar sowie der (eigentliche) Weihnachtsfeiertag auf den 7. Januar (24. bzw. 25. Dezember nach dem alten Kalender). In Serbien ist es üblich, daß man am Tag des Heiligen Abends (also am 6. Januar) Häuser und Wohnungen mit Ästen eines Eichenbaums schmückt; auf den Dörfern gibt es zahlreiche Bräuche und Rituale rund um diesen Tag.
Nachdem die meisten Stadtmenschen - einschließlich der in Wien lebenden orthodoxen Christen - keine Möglichkeit haben, in den Morgenstunden des 6. Januar eine Eiche zu fällen, haben die von Dir beobachteten Frauen hier möglicherweise eine Marktlücke gefunden und genutzt...


Gut, nicht war?
Danke, lieber Fritz!

Sonntag, 9. Januar 2011

Sandstrahl-Jeans



Leider lese ich das erst heute: die Technik, die neue Jeans absichtlich alt aussehen lässt, Vintage oder Used-Look klingt toll, löst bei Arbeitern tödliche Krankheit aus. In den Fabriken in  der Türkei, in Bangladesh, Mexiko, Ägypten und China sind bereits zahlreiche Sandstrahl-Arbeiter an Silikose erkrankt, einer unheilbaren und oft tödlichen Lungenkrankheit - als Staublunge noch aus der Zeit der industriellen Ausbeutung erinnerlich !
Einige Hersteller wie Levis, H&M und C&A haben angekündigt, aus der Technik noch 2010 auszusteigen,
Lee, Wrangler und Benetton ziehen gemäss der Mitteilung voraussichtlich per Ende 2011 nach.


Luxusmarken wie Armani, Prada, Versace und Dolce&Gabbana wollen angeblich weiterhin sandgestrahlte Jeans im Vintage-Look anbieten.

Dabei gibt es Alternativen , etwa die Behandlung des Stoffes mit Laser oder wie früher mit Steinen, was den «Stone Washed»-Effekt ergeben würde. Allerdings sind diese Techniken etwas teurer als Sandstrahlen.
Was wieder einmal alles sagt!

Ich geniere mich zugeben zu müssen, so eine Hose zu besitzen!

Ideenlos

bin ich, deswegen lese ich kurz das Kalenderblattl von gestern vor:

Weiß jemand die Herkunft des Wortes "bequem" ? Es ist eines der Worte, die die Bedeutung wechseln, je nachdem, ob es sich auf eine Sache oder auf einen Menschen bezieht: Ist jemand bequem, ärgern wir uns über dessen Faulheit, ist etwas bequem, freuen wir uns über eine Annehmlichkeit. Es gilt als deutsches Wort, für das es in anderen Sprachen keine Entsprechung gibt, aber:

im Mittelalter existierte ein englisches Wort "gecweane" , das ebenso wie das mittelhochdeutsche "bequeame" die Bedeutung "zukommend, passend" hatte. Zu "faul, angenehm" wurde bequem erst im 18. Jahrhundert.

Dienstag, 4. Januar 2011

78 %

In Wien war heute eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.

 Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Erde und Sonne. Dass der Schatten des Mondes auf Teile der Erde fällt, müssen sich Sonne, Mond und Erde genau auf einer Linie befinden. Diese Konstellation kommt nur bei Neumond vor und ist auch dann nur selten, da Mond- und Erdbahn gegeneinander geneigt sind. Sonnenfinsternisse ereignen sich weltweit durchschnittlich ein bis zweimal pro Jahr, Mondfinsternisse maximal fünfmal pro Jahr.

Da wir zu diesem Zeitpunkt verhindert waren, das Ereignis zu beobachten, müssen wir uns die Bilder hier ansehen und auf die nächste Gelegenheit warten. Erst am 20. März 2015 gibt es eine partielle Sonnenfinsternis in Österreich, die nächste totale Sonnenfinsternis kann man hier erst wieder am 3. September 2081 beobachten.

G'sund bleiben...:))