Sonntag, 30. Oktober 2011

So viel Zeit muss sein!

Diese Tage sind für uns - wie jedes Jahr - recht anstrengend. Aber dieses wohl goldenste Wetter der heurigen Herbstsaison mussten wir nützen, legten den Laubrechen und das Putztuch zur Seite und folgten dem Tipp unseres Installateurs, der zum Wasserabdrehen hier war, zu einem Ausflug auf die Rathlucka-Hütte.
Über den Pötschenpass nach Bad Goisern, dort der Strasse auf den Predigtstuhl folgend, bis zum Damwildgehege


dort links abbiegen - ein traumhaftes Platzerl öffnet sich 



Wir sitzen in der Sonne und werden von Norbert kulinarisch verwöhnt 




und geniessen noch dazu ein traumhaftes Panorama


Kann der Herbst noch schöner sein ??
Danke, Pauli, für den Tipp.


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Homo

heisst nicht immer "Mensch" !
Was für das Lateinische zutrifft, hat im Griechischen wiederum eine ganz andere Bedeutung:
homo = griechisch "gleich"

Da war doch kürzlich bei "Wer wird Millionär" die Frage nach dem HOMONYM - wir haben es erraten, aber nicht gewusst!
Homonym ist also Gleichnamigkeit, Wikipedia erklärt das so:

Quelle: Wikipedia

und wenn wir uns einige Beispiele ansehen, wissen wir, was damit gemeint ist:

Ball: Spielgerät oder Tanzveranstaltung
Kiefer: Nadelbaum oder Schädelknochen
Tor: Eingang oder Narr

Danke, Herr Jauch, Sie haben altes Schulwissen  aufgefrischt.







Dienstag, 25. Oktober 2011

Erfinder

Not macht erfinderisch, heisst es. Wir sind vielleicht die letzen, die im alten Hausteil noch Kastenfenster haben und hier werden im Winter, wie es die Altvorderen schon taten, als Schutz vor Zugluft - denn so dicht sind die alten Holzfenster nicht -  Fensterpolster eingelegt:



In Wien ist das anders, da haben wir eine ja moderne Kunststoffenster! So modern dürften sie auch wieder nicht sein, denn Herr Wienermädel hat neben dem Fenster sein Arbeitsplätzchen und leider spürt man auch hier Zugluft! Da gibt es ein modisches Wort, Zugluftstopper könnten Abhilfe schaffen.

So machte ich mich an die Arbeit und strickte bunte Schläuche, als Reservematerial, falls etwas daneben geht, nähte ich auch gleich einige Ausführungen. Zum Füllen wurde das praktische Polsterfüllmaterial besorgt.




In dieser Studierstube 



 machte sich Daniel Düsentrieb Gedanken, wie kommt der Füllstoff in die Schläuche ??

Eine geniale Erfindung sollte die Arbeit erleichtern:




Einer PET-Flasche wurde der Boden abgeschnitten, in den Hals ein Kartonrohr gesteckt und verklebt


der stolze Erfinder mit dem Werkzeug 


Füllmaterial in die Flasche gestopft - bei uns sah es aus wie beim Federnschleissen !



mit dem Besenstiel nachgestopft, hinein in den Strickstrumpf!





Ein eingespieltes Team hat beschlossen, wir gehen in Produktion, damit sich der Aufwand lohnt.


Sonntag, 23. Oktober 2011

Es herbstlt!

Wie jedes Jahr um diese Zeit gibt es Rituale, es beginnt die Brat-Apfelzeit




Unser Ganslessen machten wir diesmal zu Hause - wie gewohnt mit Erdäpfelknödeln, Specklinsen und Rotkraut - Prozedur gelungen 



Zum Nachtisch versuchte ich Gerlindes Kastaniencremetorte, leider war ich besserwissend und nahm, weil die Creme nicht sofort gelierte, die doppelte Menge Gelatineblätter, was der Konsistenz der Creme nicht zuträglich war, höfliche Esser lobten sie trotzdem :-)

Darüberhinaus schauen wir dem Laub beim Fallen zu - es herbstlt gewaltig:

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Melitta

Uns verband der gleiche Familienname, obwohl wir nicht verwandt waren. Ein irregeleitetes Poststück brachte uns zusammen, in ihrem Handarbeitsgeschäft in Wien. Der Zufall führte uns in der Bloggerwelt wieder zueinander, Melitta  war oft und gerne im Ausseerland.
Bei ihrem nächsten Besuch wollte sie mir den Moebius  erklären.
Melitta hatte nicht die Chance, gegen ihre Krankheit zu kämpfen, sie hat die Stricknadeln für immer weggelegt.
Im Hintergrund der Grundlseer Friedhof im Allerheiligenschmuck würde ihr gut gefallen.



Diese Orchidee geben wir dir mit

Montag, 17. Oktober 2011

Automaten?

Das wusste ich nicht - es gibt Nivea-Creme-Automaten








aus denen die kleinen Raritäten der 10 ml-NIVEA Creme Dosen bezogen werden können.

Wo diese Automaten stehen, wo man und 50 Cent so eine Rarität bekommt?
Einige Wiener Adressen habe ich erfahren: 

 im Rabenhoftheater, Porgy & Bess, Volksgarten Banane, Disco und Pavillon, Badeschiff, Palmenhaus, Ostklub, Hotel Hollmann Beletage u.a.



Ich frage mich, wie komme ich nur dorthin?




Mittwoch, 12. Oktober 2011

Einmal Wien und zurück

mit Freude folgten wir dem Ruf nach Wien, um in der Gegend


der Ölbarone 


und der wunderbaren Heurigen 
mit Anni und Fritz Geburtstag zu feiern.

Wir genossen das Zusammensein mit unseren Freunden, deren Familie und Freundeskreis und die liebe Gastfreundschaft. Verwöhnt mit der Kulinarik des Weinviertels und den dazupassenden Kreszenzen aus dem Keller, beste Unterhaltung, gute Gespräche und als Draufgabe eine Herberge für die Weitgereisten, wie schön, wenn man solche Freunde hat!

Als Zugabe einige Fotos aus Wien abseits der Touristenpfade:

Die Nussdorfer Wehr- und Schleusenanlage befindet sich am Brigittenauer Sporn, dort, wo der Donaukanal von der Donau abzweigt.  


Schemerlbrücke 
Namensgeber war Josef Schemerl Ritter von Leytenbach

Die als Fachwerkbrücke zwischen 1894 und 1898 errichtete Brücke überspannt mit ihren 49 Metern Spannweite neben dem 40 Meter breiten Wasserdurchlass auch den neun Meter breiten Treppelweg. Ihre Errichtung war für die Wehranlage aus statischen Gründen wichtig, denn die drei Hauptträgerwände sowie der starke horizontale Träger nahmen den Wasserdruck und das Eigengewicht der Brücke auf (aus diesem Grund wird das Wehr auch als Brückenwehr bezeichnet), deshalb wurde sie auch als doppelte Fachwerkbrücke mit drei Hauptwänden errichtet. Sie wurde aber auch für den technischen Betrieb der Wehranlage benötigt.
(Quelle: Wikipedia)




Dieser secessionistische Bau ist das ehemalige Verwaltungsgebäude der Wehr- und Schleusenanlage Nussdorf, heute Sitz der "via donau", das  ist eine Wasserstraßenbetriebsgesellschaft zur Erfüllung von Bundesaufgaben im Bereich Wasserstrasse und Schiffahrt.




Eine Besonderheit dieses Gebäudes:  auf dem weit vorkragendem Dach befindet sich ein Dachaufsatz, der als Beobachtungsstation diente.


Zurück im Salzkammergut empfing uns ein kurzer Wintereinbruch, mittlerweile ist der Schnee dem warmen Herbstwind gewichen!





Montag, 3. Oktober 2011

Mundraub

Laut Wikipedia ist Mundraub, wenn man  »aus Not, aus Unbesonnenheit oder zur Befriedigung eines Gelüstes eine Sache geringen Wertes einem anderen entzieht oder sich oder einem Dritten zueignet« wird durch diesen Auffangtatbestand bestraft. Es handelt sich um ein Ermächtigungsdelikt, ist der Geschädigte Angehöriger, entfällt die Strafbarkeit. Ebenso ist die rechtswidrige Aneignung von Bodenerzeugnissen oder Bodenbestandteilen geringeren Werts gerichtlich nicht strafbar.

Es stellt sich die Frage, wer hat an unserem Apfelbäumchen, das seine erste Frucht trägt, dieses Delikt begangen:



Mundraub ist allerdings auch eine Organisation, die das Ziel verfolgt, in Vergessenheit geratene  Früchte wieder bekannt zu  machen und darüber hinaus werden Plätze veröffentlicht, wo man "herrenlose" Früchte pflücken darf! Es gibt auch die Möglichkeit, solche Funde zu melden, um sie zugänglich zu machen!
Das könnte doch ein guter Ansatz sein, um für die Besitzer wertloses Obst und Gemüse einer sinnvollen Verwendung zuzuführen?

Samstag, 1. Oktober 2011

Garantiert mausfrei

Wir leben in einem sehr alten Holzhaus mit allen Vor- und Nachteilen! Weil es uns im Winter  - ihr wisst - in die Stadt zieht, haben die Mäuse hier Kirtag. Über viele Jahre mache ich das jetzt mit, im Frühjahr gibt es Schäden, die durch das Ungeziefer verursacht werden, es mauselt nahe bestimmten undichten Stellen, es geht soweit, dass aufgestellte Köder (sprich Mausgift) weggefressen sind, von Gerüchen, Skeletten und Mausbemmerln nicht zu reden.
Im heurigen Frühjahr war es so schlimm, dass ich einen Anfall bekam, der fast in einer Ehkrise endete, also "entweder die Mäuse oder ich", denn sie wohnten praktisch in der Speis. Ich war immer sehr dankbar für diesen winzigen Raum, der ein enormes Fassungsvermögen hatte, aber in den letzten  Jahren lagerte ich über nur mehr Dosen und Flaschen in diesem praktischen Kämmerchen, denn sogar das Styropor aus den Verpackungen der Küchengeräte wurde angefressen.

So setzte ich dem Göttergatten - mit Hilfe lieber Verbündeter - das Messer an. Es müsse was geschehen, denn sonst geschieht, dass wieder nichts geschieht. Und so geschah es, die Renovierung des Speiskammerls wurde in Angriff genommen.

Montag: ausräumen! Unendlich viele Schachteln, Flaschen, Gläser, Dosen, Besen, Bügelladen, Bügeleisen, Küchengeräte brauchten Platz. Zwei Wäschekörbe in den Keller, einen Tisch voll ins Wohnzimmer und einiges weiter weg, unglaublich, was dieser Raum alles fasste!
Ich zeige kein vorher-Fotos von Mausbemmerln und angefressenen Gegenständen inkl Deckerln (!)
 und beschreibe nicht die Gerüche und meine Gefühle, begleitet von spitzen Schreien, wenn ich mit Gummihandschuhen wieder wohin griff ....
Dienstag: die rechte Wand ist aus Holz und soll so bleiben, die linke Wand ist tapeziert, GG entfernt die Tapete,



die Makulatur ist aus 1972, das eine Jahr hätten wir auch noch warten können, dann hätte sie 40-jähriges Jubiläum.

Dann kommt es zu Tage:



Einladend ist der brüchige Verputz und die Spalten - ein Wunder, dass die hungrigen Biester hereinspazieren ?


Zuerst wurden alle Ritzen verspachtelt, die Wand mit Rigipsplatten versehen, ein Tag Pause zum Trocknen.
Am nächsten Tag, es ist bereits Mittwoch, wurde ausgemalt, ein Tag Pause zum Trocknen.
Zwischenzeitlich konnten wir die Regalbretter mit Schrankpapier überziehen.
Am Donnerstag nochmals übermalen und Trocknen.
Dazwischen immer wieder Boden säubern, wischen, putzen.

Am Freitag endlich konnte alles wieder herbeigeschleppt werden, nach einem genauen Plan eingeräumt ist die Speis jetzt pipifein sortiert und  übersichtlich. Nach menschlichem Ermessen wird sie die nächsten Jahre mausfrei sein.


Zur Entspannung gab es hinterher beim Schraml mit diesem Ausblick 


eine verdiente Pause