Mittwoch, 30. Juni 2010

Bergbauern-Förderung

aus diesem  Programm bekomme ich sicher nichts, aber zur Landschaftspflege in unserer Wildnis habe ich mit meiner heutigen Aktion beigetragen:



Mit dem "zünftigen" Rüstzeug - einer neu erworbenen Heckenschere - rückte ich dem Hang und Wegerl zum Schmollbankerl zuleibe, das fast bis zum Bauch reichende Unkraut wurde gefällt, die Stufen sind wieder sichtbar. Gottseidank hat es zugezogen und ein Gewitter droht heranzunahen. Ich geniesse die Ausrede und gönne meinem sportgestählten Körper Erholung von der landwirtschaftlichen Tätigkeit, morgen - vorausgesetzt, dass es nicht regnet - werde ich mich an kosmetische Feinheiten machen,  der bäuerliche Ehrgeiz hat mich gepackt.


Freitag, 25. Juni 2010

Wer kennt den Junikäfer?

Junikäfer ist laut Wikipedia der deutsche Trivialname für den "Gerippten Brachkäfer", er sieht aus wie ein kleiner Maikäfer. Immer schon haben wir sie im Frühsommer wahrgenommen, jedoch dieses Jahr kann man von einer Heimsuchung sprechen: sie sind überall und fressen alles.



Sie fressen überall Löcher hinein!





Wie bei den Maikäfern schlüpfen kurz nach der Eiablage Engerlinge, die mehrere Jahre im Boden leben und sich von Graswurzeln und allem, was sich im Boden befindet, ernähren. Bei uns erscheinen sie pünktlich Anfang Juni und schweben wenige Zentimeter über der Wiese. Was die Engerlinge unter der Erde anrichten (wir haben graslose Flecken in der Wiese, unterirdisch kahlgefressen), das machen die Käfer oberirdisch. Sie fressen alle Blätter und Blüten, alles hat Löcher.
Pflanzen und Kräuter, die bisher keiner angefressen hat, verschwinden oder stehen nur mehr löchrig oder als Gerippe da!

Trotzdem - schönes Wochenende allseits!!



Donnerstag, 24. Juni 2010

Nicht auf den Boden spucken

In den Eisenbahnwaggons der Donaumonarchie gab es angeblich Spucknäpfe, wo sich die tabakkauenden Passagiere befreien konnten, Schilder wie "Nicht auf den Boden spucken" waren normal. Öffentliches Ausspucken auf den Strassen gehörte zum Alltag.
Später kam das Ausspucken wie Niessen oder Gähnen ohne Handvorhalten schwer in Misskredit und gilt als unappetitlich, ekelig und unhygienisch.

Da ich gestern ausnahmesweise im TV sehen wollte, wie unsere deutschen Bundesbrüder abschneiden, wurde ich Zeuge "öffentlichen Ausspuckens" und stellte die unsportliche Frage in den Raum:

WARUM MACHEN DAS DIE FUSSBALLER?

Handelte es sich um ein Auscheidungsspiel? Sekrete und Körpersäfte auf den Boden? Auswurf als Befreiung ? Oder einfach eine ekelerregende Unart als Verbrüderungsgeste ? Ausspucken als Vorbild für die Jugend!







PS: Kruzitürken, ich bring die weissen Kastln  nicht mehr weg, aber jetzt spuck ich drauf und lass sie wie sie sind.






Sonntag, 20. Juni 2010

Petri Heil

Länger als ein Jahr dauerte es, bis Eva und Wolfgang aus dem Weinviertel bei uns ihren Gegenbesuch antraten - und wie das so ist bei länger geplanten Vorhaben, das Wetter zeigte sich von seiner besten Salzkammergut-Seite - Schnürlregen von Anfang bis zum Ende.
Was also können wir Gästen, die zum ersten Mal in unserer Gegend sind, zeigen? Frühstücken wir erst und dann werden wir weitersehen:

Wie immer wird alles festgehalten.

Dann machen wir unsere Besichtungstour zum regenverhangenen Grundlsee, zeigen Gössl und den Weg zum Toplitzsee  (nur den Weg) - einige prominente Häuser und dann fahren wir in die Zloam, denn dort findet gerade ein Treffen alter Militärfahrzeuge statt








Nach der Besichtigung der Männerspielzeuge - alles wird genau dokumentiert - beraten wir uns über das Tages-Programm. Ausflug ? Wohin bei dem Wetter? Beim Kuchltisch sitzen und Kartenspielen?  Wie wäre es mit Fischengehen? Die Männer sind entschlossen, der Jagdtrieb ist erwacht, sie fangen unser Abendessen. Nachhause, die ca. 20 Jahre ruhende Fischerausrüstung ins Auto gepackt, wir fahren zum Fischteich. Halt, wir brauchen Köder,  Saiblinge wollen Regenwürmer. Regen haben wir genug, wo sind die Würmer? Es werden einige Steine gehoben, nichts zu sehen. Eva weiss etwas: ein langes Messer in die Erde stecken und dieses durch einen Schlag richtig vibrieren lassen, dann kommen die Regenwürmer aus dem Boden:

 


Eva und Wolfgang rennen mit dem Messer durch die regennasse Wiese - irgendwie wollen die Regenwürmer nicht das tun, was Eva gelesen hat, sie haben es wahrscheinlich unter der Erde schöner.

Vielleicht gibt es beim Fischteich Würmer, meinen die Herren und wir machen uns auf den Weg.

In Mühlreith angekommen werden die Fischereigeräte zusammengesetzt, der Herr Gastgeber hat nur Linkshänder-Kurbeln, Wolfgang muss umlernen. 
Aber Regenwürmer sind notwendig:

Nachdem Eva den Misthaufen des benachbarten Bauernhofes umsonst durchwühlt hat, erbarmt sich ein freundlicher Helfer und wird ein wenig fündig.


Und jetzt geht es los. Wolfgang setzt auf Regenwurmköder, Herr Wienermaedel arbeitet mit dem Blinker.
Aufregung, schon hat einer gebissen, wird fachmännisch angelandet - und .. in der Eile haben wir absolut nichts mitgenommen, keinen Kescher, keinen Kalter, nichteinmal einen Kübel oder ein Plastiksackerl. Frau Wienermaedel hechtet heran, ohne Rücksicht auf die zünftige :-)) Kleidung



hält den Fisch kurzstag, Herr W. ermordet ihn mit einem Stein, die Beute liegt im Schotter. 
Wie Wolfgang und Eva das genau gemacht haben, konnten wir nicht sehen, wir waren zu beschäftigt.
Jedenfalls war die Strecke (heisst doch das erbeutete Wild so?) beachtlich:


Fünf Saiblinge waren die Beute, wir durften sie gleich dort putzen. 

Der Jagderfolg wird in der Jausenstation  bei Kaffee und Bauernhofeis gefeiert.

Zu Hause angekommen werden rasch Salat und Petersilerdäpfel zubreitet, dann hauen wir 5 Saiblinge in die Pfanne, ein Glas  DAC Grünen Veltliner dazu - geht's uns schlecht?
Ein kleiner Nachtisch ist vorbereitet, der Rest des Abends wird mit Klatsch und Tratsch verbracht und heute nach einem gemütlichen Frühstück verlassen uns die Gäste wieder gegen Osten.






Donnerstag, 17. Juni 2010

Die einen sagen "so", die anderen sagen "so"

Cola + Soletti hat einen guten Ruf zur Bekämpfung von MADAKO (=Magen-Darmkolik) - aber auch hier gibt es verschiedene Meinungen:

Solche und solche !

Mittwoch, 16. Juni 2010

Das Loch im Deckel der Dose

Gmundnerkeramik  hat geschrieben:

Sehr geehrte Frau


das Loch ist dazu da, daß Sie den Deckel leichter hochheben können, wenn das voll wäre, kann es passieren, daß Ihnen der Deckel entgleitet.


Mit freundlichen Grüßen

Regina Sailler
 

Coca Cola oder was?


Vor einiger Zeit hörte ich eine Radiosendung mit guten Tipps für die Hausfrau. Es ging um die Frage, wie bekomme ich einen verlegten Abfluss wieder sauber - schütt Cola rein, das hilft! Ich habe jetzt auch Cola im Haus und nachdem ich einiges bei Herrn Google gefunden habe, jetzt glaub ich's.

Ich habe gelesen:


- Eine Flasche  Cola in die Toilette schütten - wirke Wunder (dies habe mit der Ascorbinsäure
   zu tun,  welche Rückstände von Keramik entferne)
- Schmierölflecken in der Kleidung: eine Dose Cola zum Reinger in die Waschmaschine
- zum Reinigen von Motoren: nimm Coke
- Rost entfernen: Schraube in Cola einlegen
- unglaublich: Schinken backen soll man mit eine Cola in der Bratpfanne,
  den Schinken in Alufolie wickeln, eine halbe Stunde vor Backende die Folie öffnen -
  angeblich ergibt das eine köstliche Bratensauce
- In Amerika wäscht man, so habe ich gelesen, mit Cola Blut nach Unfällen von den Strassen 

Ich habe  noch nichts erprobt, morgen beginne ich mit dem Badewannenabfluss. 
Die chemische Erklärung dafür liegt angeblich an der Zutat Phosphorsäure. Ich weiss nicht, ob das etwas Böses ist, bei einem Reinger ist es mir auch egal.

Bitte noch ein Coke?


Dienstag, 15. Juni 2010

Sonntag, 13. Juni 2010

Wir treiben es bunt...

je bunter, desto gesünder, lese ich gerade, es hat mit Ernährung zu tun :-))

Pflanzen haben Farben, diese sollen - jetzt sind wir doch beim Thema - Insekten anlocken,, um bei der Vermehrung zu helfen. Denn die Pflanzen sind standortgebunden, deshalb benötigen sie z.B. Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen, um die Pflanzen zu befruchten. So kommt die Biene zum Nektar, den sie zur Honigherstellung benötigt und dient der Pflanze zur Fortpflanzung.
Aber die Farbstoffe haben noch eine besondere Funktion - sie schützen denjenigen, der sie isst, es handelt sich dabei um Flavonoide, die angeblich besonders den Herzmuskel stärken.
Und noch etwas hat es mit der bunten Ernährung: Vitamine wurden überhaupt erst durch ihren Farbstoff entdeckt.


So schaut das ungefähr aus:

Vitamin A: gelb
Vitamin B: orange/rot
Vitamin C: zitronengelb
Vitamin D: violett
Vitamin E: scharlach/magentarot
Vitamin K: indigoblau 

Unter diesem Aspekt sollten wir es weiter so bunt treiben wie bisher, nicht wahr?



Samstag, 12. Juni 2010

Bauernhofeis

Männer schauen Fussball - manche Frau zieht sich zu einer anderen Beschäftigung zurück.
Da endlich Sommerzeit angebrochen ist, sollte auch Eiszeit sein. 
Ich erinnere  mich, dass ein Blogger, Herr Weissnichtmehrgenau, letztes Jahr das Salzkammergut besuchte und mich darauf aufmerksam machte, dass in Tauplitz ein Bauer-Ehepaar Bauernhofeis herstellt. Dies ist nicht neu für uns, die Unimärkte führen dieses Eis, nur - wegen überraschendem Sommerbeginn ausverkauft.

Das macht aber gar nichts, auf der Bauernhofeis-Seite sind viele Kunden in der Region angeführt - da gibt es zum Beispiel die Jausenstation in Pichl. Plötzlich ist das Nachtmittagsmatch nicht mehr wichtig, wir fahren beide zum urigen Wirten.




Wir erklimmen die Veranda der Jausenstaion, der Wirt, Koch, Bauer, Fischzüchter und mehr in Personalunion begrüsst uns freundlich und richtet aber gleich nach unserer Bestellung die Augen gen Himmel, als wir zwei Eisbecher, einmal fruchtig und einmal nussig bestellen "i woass nit ob i des schaff, mei Frau is bei oaner Firmung" und ohne auf mein Angebot der Hilfetellung zu antworten verschwindet er, um nach geraumer Zeit erst wiederzukehren,


mit diesen beiden Kalibern! "Nuss hamma nit, i hab zwoa gleiche gmocht" - nach telefonischer Anleitung der Ehefrau.
Gut gelungen, hervorragend, köstlich, sogar frische Erdbeeren und Apfelstückchen waren drinnen.
Nächste Woche werden wir unseren Tiefkühler mit einer Grundausstattung bestücken.

Der Herr Weissnichtmehrgenau hat mich voriges Jahr auch darauf aufmerksam gemacht, dass eine TV-Sendung auf arte mit Sarah  Wiener  geplant sei, "Sarah Wiener in den Alpen", wo im Abschnitt Salzkammergut auch das Bauernhofeis eine Rolle spielt. Natürlich haben wir diese versäumt, wie Rita schon bemerkt hat, deswegen:  wer mag, kann Sarah bei der Dirndlausstattung, beim Fischen im Hallstättersee und auf der Eierschwammerlsuche begleiten.





Sonntag, 6. Juni 2010

Sommerbeginn 2010

Die Sonne lacht, es hat gut 28°, der Föhn streicht über die Landschaft, die aussieht, als wäre sie neu geboren. Die Blüten haben sich mit unglaublicher Schnelligkeit geöffnet, die Natur zeigt plötzlich alles, was hinter Regenwänden versteckt war, unsere Gartenwildnis ist erwacht, wieder haben sich Fremdlinge eingenistet und das Unkraut - nein - die Beikräuter - stehen kniehoch.


Rundherum gibt es viel zu tun, aber bei Sonnenschein geht alles leichter von der Hand.

Ein kurzer Abstecher zum Grundlsee zeigt uns, er ist noch da, und das Tote Gebirge in Hintergrund auch - wochenlang von Wolken und Nebel verhüllt strahlt es wie frisch geputzt.




Die erste Jause im Garten in dieser Sommersaison wird zelebriert, wo es doch so einen wunderbar gelungen Kuchen gibt:




Für das Rezept bedanken wir uns hier,
bei mir ist der Rhabarber eingesunken, die Baiserhaube jedoch traumhaft gut gelungen, danke für diesen Tipp!!





Samstag, 5. Juni 2010

Hoch hinaus

.. unsere Leser kennen unsere Freunde im Montafon und wissen, dass sie über den Winter von hoch auf steil auf noch höher und noch steiler übersiedelt sind. Man gönnt sich ja sonst nichts mit 70, die Wohnung wurde zu gross und man entschied sich zum Umzug.

Die beiden sind sehr glücklich dort oben, erzählen uns am Telefon, wie schön die Sonne sich an den Bartholomäberg lehnt und wie herrlich das Feuer im Kachelofen flackert. Vor der Haustüre gibt es Rehlein und anderes Getier. Das Paradies ist perfekt.
Die letzte Ergänzung zum totalen Glück wäre ein Gästezimmer -  hatten sie doch mehrere in der früheren Wohnung. Das kleine Häuschen reicht nur für zwei, deswegen wurde das Gartenhäuschen zum Gästehaus erklärt. Ohne-Ohne. Ohne WC und ohne Wasser. Es lebe das Landleben, Mira hat auf dem Flohmarkt die Lösung gefunden:



EineSuppenterrine mit Deckel. Wirklich.




Freitag, 4. Juni 2010

Die Salzkammergut Wettershow

Die letzten Tage wollten wir das Haus nicht verlassen, Regen und Kälte waren absolut nicht einladend, den Fuss vor die Tür zu setzen oder gar eine Ausfahrt zu wagen. Gestern schleppten wir uns mit letzter Kraft in die Sauna, liessen uns ermattet in die - neudeutsch - Relaxsessel fallen und schauten uns im TV den Bericht über das vergangene Narzissenfest an, bei den Regionalnachrichten erschien der Bürgermeister unserer Gemeinde, um dramatische Worte über die Hochwassergefahr in einigen Ortsteilen von sich zu geben. Ein absichernder Blick vor das Fenster - die Strasse ist frei, der Garten "nur" regennass   - wir können nicht gemeint sein, also relaxen wir weiter und beschliessen, am Freitag vormittag einen Lokalaugenschein vorzunehmen.

Und so schaut es aus: 



Die Traun ist hoch, aber nicht dramatisch




Wasser muss abgepumpt werden, einige Sandsäcke sind aufgelegt

So fahren wir Richtung Liezen, um  einige Einkäufe zu erledigen - dasWolkenbild ist bedrohlich


wir müssen nicht

wir fahren wieder nach Hause


und verzehren das schnell beim Standl gekaufte Grillhendl beim Küchentisch



Und plötzlich - schau, die Sunn ... schau, sie kummt