Sonntag, 31. Oktober 2010

WC-Geschichten

Schlimm sah es aus, unser Örtchen. Die glutäugigen Handwerker - zeitweise waren es 4 (Fliesenleger, Installateur, Maler und Handlanger) - hatten es eng.






Aber gut Ding braucht Weile - sie haben alles wieder in Stand gesetzt. 



Unser Winterquartier ist bereit.

Das heisst  nicht, dass wir am WC wohnen, aber ein wichtiger Ort ist es, oder? 


Samstag, 23. Oktober 2010

Das heilige Land Tirol

Diesen trüben Herbstabend können wir nützen, um weiter über unsere Fahrt durch Westösterreich zu plaudern. Wenn ihr es auch alle gemütlich habt, lege ich los - das heisst, ich stelle mir vor, wir sitzen um unseren Küchentisch, trinken ein Gläschen, knabbern einige Nüsse und blättern im Bilderbuch:

Genau, das Lesezeichen steckt noch in Vorarlberg. Wir dürfen einige Tage im Sporthotel-Igls nahe Innsbruck verbringen und fahren die uns sehr vertraute Route durch den Arlbergtunnel in das heilige Land Tirol. In der Zeit des Andreas Hofer




hat Tirol durch die dramatische Geschichte das Prädikat "heilig" erhalten, viele sehen es auch so: alle Kilometer eine Kirche, alle 500 Meter eine Kapelle, alle 100 Meter ein Marterl.

Unser Hotel liegt wunderschön, von unserem Balkon haben wir den traumhaften Ausblick auf die Nordkette:




Noch am gleichen Tag wollen wir Hall einen Besuch abstatten, eine mittelalterliche Stadt mit einer wunderbar erhaltenen Altstadt, ehemals wohlhabend duch die Salzgewinnung, ein wichtiger Warenumschlagsplatz für den Handel auf dem Inn, und zudem die landesfürstliche Münzstätte, die ab Mitte des 15. Jahrhunderts in Hall angesiedelt war.





Die Grenznähe und das mässige Wetter locken uns auf den Brenner, Einkaufstempel sind eben ein besonderer Anziehungspunkt. Die Fahrt über die alte Römerstrasse ist ein Erlebnis für sich.

Ausserdem wollen wir in Innsbruck liebe alte Bekannte aufsuchen, die wir schon länger nicht gesehen haben - sie sind telefonisch nicht ereichbar.
Wir wissen, dass sie kürzlich übersiedelt sind, in den Wiltener Stadtteil von Innsbruck - so fallen wir einfach mit der Tür ins Haus - sie kamen eben von einer Reise zurück. Für den nächsten Tag vereinbaren wir einen gemeinsamen Ausflug:

Sterzing in Südtirol






eine wunderbare Altstadt, wir genossen den Rundgang!


Zuletzt ein Sündenpfuhl im ehrwürdigen Gewölbe :-))


Freitag, 22. Oktober 2010

"Leere Kilometer" im Dienste der Kaiserin

Für einen "Internetfreund" - und weil gestern ein besonderer Tag mit phänomenaler Herbststimmung war, überredete ich Herrn Wienermaedel zu einer Fotosafari.
Es geht darum, dass unser Internetbekannter eine Sisi-Homepage betreibt und auf dieser neben der Historie Fotos sämtlicher Gedenktafeln und Sisi-Standbilder, Gemälde und Büsten sammelt und dokumentiert.

Kaiserin Elisabeth von Österreich, den meisten als Sissy aus den gleichnamigen Filmen bekannt, ist in Österreich-Ungarn allgegenwärtig. Zu Ungarn hat unser Bekannter selbst besseren Zugang, für das Salzkammergut drängte ich mich vor, etwas beizusteuern. Zwischenzeitlich habe ich mich mit dem Thema etwas auseinandergesetzt - selber weine ich der Donaumonarchie nach - und kann erklären, warum ich die Kaiserin Sisi und nicht Sissy nenne: es wird vermutet, dass Elisabeth ihre Briefe mit "Lisi" unterzeichnete, was fälschlicher als "Sisi" gelesen wurde und zu Sissy mutierte.
Bekannt ist, dass die Habsburger das Salzkammergut schätzten, nicht zuletzt wegen der Heilkraft der Ischler Salzquellen, die angeblich der Erzherzogin Sophie zu ihren Salzprinzen verhalf. Die Kaiservilla wurde beliebte Sommerresidenz der Habsburger .

Es kann doch demnach nicht schwer sein, Sisi-Gedenktafeln aufzuspüren in dieser geschichteträchtigen Gegend.

Beim Fremdenverkehrsamt in Hallstatt hatte ich mich  schon früher erkundigt und nach längerem Schweigen die Auskunft erhalten: auf dem Parkplatz vor dem Tunnel gäbe es eine Gedenktafel, weil die Kaiserin auf einer Wanderung hier Rast gemacht hätte.



Hallstatt - Weltkulturerbe - eine beliebte Fotokulisse - die wie Schwalbennester am Fels klebenden Häuser



Japaner auf dem Parkplatz - Fotos werden geschossen


Der Tunnel - wo ist die Gedenktafel?


Ist das etwa ein Kaiseradler - nein, das ist das Wappen von Oberösterreich

Nach drei Fahrten durch den Tunnel - Parkplatz, aus dem Auto - keine Gedenktafel - weiterfahren - umdrehen -  nocheinmal - nichts zu sehen.

Endlich begebe ich mich zu einem Hendlbrater auf dem Parkplatz und frage, ob er einheimisch wäre, er nickt. Ich stelle meine Frage nach dem Sisi-Denkmal - er sagt: nix verstehen, ich erst zwei Tage hier.
Darauf gehe ich  in die Trafik am Eingang zum Ort, um mich zu erkundigen, die freundliche, wirklich einheimische Trafikantin sagt: nie gehört, aber wenn Sie es erfahren, informieren Sie mich bitte?
Genug, egal, wo die Kaiserin ihre Wurstsemmel verzehrt hat, das Wetter ist so herrlich, wir fahren weiter nach Bad Ischl, dort gibt es sicher viele Sisis.



Die Information war - wie könnte es anders sein, nicht besetzt, eine freundliche Dame riet mir, auf der Esplanade das Heimathaus aufzusuchen, dort steht die Sisi-Büste und vieles mehr.

Die Esplanade - im Sommer sehr belebt und die Aussenstelle von Zauner - ist in romantischer Herbststimmung. Gegenüber das Museum




hat am Donnerstag geschlossen.

Wir verlassen die Kaiserstadt Richtung Lauffen , denn hier kennen wir zumindest eine Kaiserstatue




Auf der Rückfahrt geniessen wir die nachmittägliche Herbstsonne mit ihrem besonderen Licht und schiessen noch jede Menge Fotos.



vom Loser


und vom Grundlsee



Zum Schluss hatten wir schon vergessen, warum wir eigentlich ausgerückt waren - es war einfach nur schön.




Mittwoch, 20. Oktober 2010

Rückblick

Während der Bratapfelduft wie jedes Jahr um diese Zeit das Haus durchstreift, plaudern wir über die letzten Ereignisse. Wer mag, ist zum Zuhören eingeladen.

Da war doch unsere Herbstreise, die uns traditionell zuerst einmal zu den Drechslertagen nach Aurolzmünster führte.



Das Wetter war schlecht, doch wir hatten eine Weiterfahrt nach Vorarlberg zu unseren Freunden Walter und Mira geplant, so liessen wir uns nicht abhalten, uns über deutsche Lande ins Ländle zu hanteln.

Länger als gedacht dauerte die Fahrt, sehr gut gefallen hat es uns im Allgäu, wo wir uns auch Zeit für eine Kaffeepause nahmen:


Besonders das in der Speisekarte verewigte Gebet hatte es uns angetan:




Zur Jausenzeit wollten wir auf dem Bartholomäberg sein, also ging es weiter, obwohl mancher Ort sich eine Besichtigungspause verdient hätte. Wunderschön - trotz Regen -  präsentierte sich Oberstaufen. Vielleicht beim nächsten Mal..

Wir erreichten das Ländle, die Region Fontanella-Faschina, und dort begrüsste uns diese Stimmung:





Es war im September, wir hatten Sommerreifen - knapp unter der Schneegrenze kamen wir noch durch.

Auf dem Bartholomäberg wurden wir von unseren beiden Almöhis  schon herzlichst erwartet, Mira und Walter haben sich grösste Mühe gegeben, das Gästehäuschen wohnlich zu machen, und so empfing es uns:


In diesem Häuschen befindet sich alles, was Gäste brauchen: Doppelbett, Kästchen, Kleiderhaken, sogar eine Miniküche mit Kühlschrank und Kaffeemaschine und ein Heizradiator!!






Hier sieht man vom Haupthaus
zum terassenförmig angelegten Garten mit Gästehaus und Sanitäreinrichtung (sprich Plumpsklo ;-)).
Dahinter nur mehr Wald und Stille.





Wie immer, wenn wir die beiden besuchen und es gibt schlechtes Wetter, fahren wir nach St. Gallen in die Schweiz und geben uns dem  Einkaufsrausch hin, wohl wissend, dass die Zeiten, als man hier günstig einkaufen konnte, lange vorbei sind, aber wer schwelgt nicht gerne in vergangenen Zeiten?


 

Nach zwei schönen Tagen und gemütlichen Abenden lassen wir die zwei Freunde mit ihrem wunderbaren Bergpanaroma zurück und wenden uns der nächsten Etappe unserer Herbstfahrt zu.
Vielleicht gibt es morgen wieder eine Wartestunde auf den Bratapfel - dann geht es weiter mit der Erzählung!

Samstag, 16. Oktober 2010

Freitag, 15. Oktober 2010

Angesagte Katastrophen finden selten statt

..aber der steirische Wetterbericht verheisst nichts Gutes, Kälteeinbruch und  Schnee bis in die Täler.
Sicherheithalber haben wir alle notwendigen Arbeiten erledigt und winterfest gemacht, was notwendig ist:



Pflanzen mit Reisig abgedeckt, Apfelbäumchen geschützt, die letzte Nussernte eingebracht und späte Blüten abgeschnitten. Auch die alljährliche Latschen-Lieferung ist eingetroffen - danke, Sepp und Christl!

In der warmen Stube können wir der Dinge harren, die da kommen oder auch nicht - das Laub ist ja noch auf den Bäumen, es gehört unter den Schnee, heisst es.

Jedenfalls wird es ein geruhsames Wochenende - ich kämpfe inzwischen mit meinem neuen Baby - jawohl, ich habe zugeschlagen und bin mit Überspielen und Speichern und Windows 7 beschäftigt.

Es gibt ja einiges nachzuholen, was ich unbedingt erzählen muss, aber ich kenne mich noch zu wenig aus.

Samstag, 9. Oktober 2010

Kilian und das Rehragout

Von unseren Nachbarn liessen wir uns mit einem köstlichen Mittagessen verwöhnen und weil es so schön war, blieben wir gleich 7 Stunden (!!) - später bei Sturm und Maroni - sitzen.

Die Enkelkinder brachten uns ein allerliebstes Ständchen:




Es ist die

"Rehragout Polka"

und der Text ist ungefähr so:

Ja was gibt’s denn heut’ auf d’Nacht ?
Ja was gibt’s denn heut’ auf d’Nacht ?
Heut’ gibt’s a Rehragout, Rehragout, Rehragout !
Ja i wissert ma’ was Feiners !

A recht a fettes Schweiners !
Heut’ gibt’s a Schweinerei, Schweinerei, Schweinerei
... heut gibt’s an Wurstsalat, Wurstsalat, Wurstsalat !
... heut gibt’s an Obatz’n, Obatz’n, Obatz’n !
... heut gibt’s an Kaiserschmarn, Kaiserschmarn,
Kaiserschmarn !
... heut gibt’s an Stinkerkäs, Stinkerkäs, Stinkerkäs !
... heut gibt’s a Erbs-wurst-Supp’, Erbs-wurst-Supp’,
Erbs-wurst-Supp’ !
... heut gibt’s a Knoblauchbrot, Knoblauchbrot,
da stinkst guat !
... heut gibt’s a Cordon Bleu, Cordon Bleu, Cordon Bleu !
... heut gibt’s an Leberkäs, Leberkäs, mit Senf dazua !
... heut gibt’s a Schweinskopfsulz, Schweinskopfsulz,
Schweinskopfsulz !
... heut bleibt die Kuchl kalt, Kuchl kalt, Kuchl kalt !



Mittwoch, 6. Oktober 2010

Umweltkatastrophe in Ungarn

Diese Meldung kann nicht unkommentiert an uns vorbeigehen, obwohl unsere Angehörigen und Freunde (noch) nicht davon betroffen sind. Man spricht von der schlimmsten Umweltkatastrophe, die sich Ungarn je ereignete!
Die Firma MAL Magyar Aluminium verspricht auf ihrer Homepage unter dem Punkt "Umwelt" vollmundig:

"Der Rotschlamm wird in gut lokalisierten, modern ausgebauteten, betriebsicher und mit Monitoringssystem versehenen Deponien gelagert. Grosse Aufmerksamkeit wird auf die Rekultivation der Rotschlammdeponien gerichtet, die Abdeckung der bereits aufgefüllten Becken mit Ackererde und Pflanzen ist kontinuierlich. Das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde im Jahre 1999 eingeführt"

Die Meldungen über das Geschehene lassen uns über den Wert von Zertifizierungen nachdenken. Das Heruntermachen der Gefahr - ist ja nur Natronlauge (die man auch zum Brezelbacken verwendet) - kommt wie Hohn herüber!

Den furchtbaren Anblick zeigen diese Bilder und der Bericht einer regionalen Zeitung!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Wer hat Schuhkartons?

Wir machen wieder mit und sind gerade dabei, zwei Schuhkartons mit Weihnachtspapier zu überziehen - warum, kann man hier nachlesen.