Ein Blick aus dem Fenster heute um 8 h morgens sagt alles:
Schon etwas von Erderwärmung gehört ?
Das trojanische Pferd welkt bereits traurig vor sich hin!
Hier wird der Müll der letzten Tage gestapelt
Und still ruhte der See im Morgendunst


Die weißen Sterne sind rechtzeitig erblüht.
Im Hintergrund der Backenstein
Natürlich habe ich einige gepflückt und eingefrischt.
Jetzt muss ich nur mehr einige Betten für unsere lieben Besucher richten und das Steirerg'wand aufbügeln, dann kann der Narzissenfest-Sonntag schon kommen.
Ahnenforschung, Familienforschung, Kirchenbücher, Archive - damit haben wir schon ein bisschen Routine und mit Stolz verkünden wir auch überall unsere diesbezüglichen Forschungs-Großtaten.
Ein Verwandter, Bauer in diesem wunderschönen Gebiet, hat alle familienrelevanten Daten gesammelt, soweit es Aufzeichnungen gibt, inkl. Kaufvertrag für sein Sachl - mehr kann man als Familienforscher nicht erreichen - außer, man möchte die ersten existierenden Pläne für sein Grundstück und in diesem Falle auch für die Almen!
Unternehmungslustig wie wir sind erklären wir uns bereit, die Sache gemeinsam in Angriff zu nehmen. Terminvereinbarung mit dem Landesarchiv in Graz - wir waren ja schon dort und haben uns bei der netten Dame schon entsprechend "einegraunzt" - sie wird die Mappen des franziszeischen Katasters für uns vorbereiten.
So fuhren wir in aller Früh - das bäuerliche Ehepaar und wir zwei als Berater - ab durch den Plabutsch in die Landeshauptstadt Graz, zielgenau zum Steirischen Landesarchiv auf dem Karmeliterplatz.
Diesmal war das Archiv sehr gut besucht und wir waren mehr oder weniger auf uns alleine angewiesen. Eine Fülle von fast 200 Jahre alten Mappen lag vor uns, wir mussten mehrere Katastralgmeinden durchsuchen, weil die Almen in Gegenden verschiedener Zugehörigkeit liegen. Sehr froh können wir verkünden - wir haben im franziszeischen Kataster sowohl den Urplan des Bauernsachls wie auch die Almen mit den eingezeichneten Almhütten, die zur damaligen Zeit (1824) existiert haben, gefunden. Erstaunt hat die Betroffenen, daß es nach den Plänen mehr Hütten gab als in der Gegenwart. Problemlos kann man Kopien der Pläne bestellen.
Der stolze Bauer aus dem Salzkammergut erweist Kaiser Franz I. von Österreich, der diesen Kataster sozusagen als Grundstücksdatenbank für Steuerzwecke anlegen ließ, seine Reverenz und setzt sich mit seinem gamsbartgeschmückten Hut und Röckl zufrieden in das Auto und wir fahren nach einer zünftigen Stärkung im Puntigamer Restaurant wieder durch den Plabutsch zurück in das Salzkammergut.