Dienstag, 31. März 2009

Triest - II. Teil


..... und dann sind wir auch mit der Straßenbahn gefahren!

Eigentlich ist sie gar keine richtige "Tram", sondern zum guten Teil eine Standseilbahn mit 26 % Steigung an der steilsten Stelle und verbindet die Innenstadt Triests mit dem Vorort OPICINA, immerhin über 320 Meter höher gelegen.








In Wien gab es auch eine derartige "Aufstiegshilfe" auf den Kahlenberg als Zahnradbahn" (heute gibt es leider nur mehr die Zahnradbahnstraße in Nußdorf) und eine Standseilbahn auf den Leopoldsberg. Bedauerlicherweise wurden beide bereits 1927 bzw. 1877 abgetragen.


Sonntag, 29. März 2009

San Antonio Nuovo

In Triest interessieren wir uns zu allererst für die Kirche San Antonio Nuovo, die eigentlich Anlass für diese Reise war - die Großeltern Anton und Antonia haben dort die Ehe geschlossen.


Canal Grande Richtung Stadt mit Blick auf San Antonio Nuovo



Die Kirche steht am Ende des Canal Grande - früher ging das Wasser bis zu den Stufen der Kirche. Sie wurde 1827 - 1849 von Peter Nobile als klassizistische Kirche nach dem Vorbild des Pantheon erbaut. Die Kirche hat eine Freitreppe zu einer Vorhalle im ionischen Tempelstil und ist ein kubischer Block, der ausgewogen mit einer Kuppel verbunden ist.




Die Einrichtung, die wir leider nicht sehen konnten, weil die Kirche wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war, ist klassizistisch.

Der Canal Grande war ein sicherer Hafen, der von zwei Drehbrücken überspannt wurde. Die größten Segelschiffe , bis zu Dreimastern, konnten zur Rechten und zur Linken ankern und es war genug Platz zum Durchsegeln anderer Schiffe. Der Hafen war umgeben von Handelshäusern nach der Theresianischen Bauordnung: zu ebener Erde befanden sich die Verkaufs- und Lagerräume, im 1. Stock wohnten die Besitzer und ihre Familien, , im 2. Stock waren die Kontorräume, im 3.-5. Stock lagen die Wohnungen der Angestellten, mit der Absicht, dass diese sich 100ig für die Firma einsetzten.


Canal Grande Richtung Meer



Frische Waren, besonders Fische, Obst, Gemüse usw. kamen von Bord der Schiffe direkt auf den Markt und damit in die Küchen der Bewohner.



Freitag, 27. März 2009

Auf den Spuren der Ahnen „unter dem Doppeladler“


Der Doppeladler im Luster des Restaurants in einem Dorf nahe Gorizia ist ein Zeugnis der Vergangenheit - wir begaben uns auf Spurensuche:

Görz

Von meiner Gottscheer Großmutter Antonia habe ich schon erzählt – Gottschee, die einstige deutsche Sprachinsel in Slowenien, war ihre geliebte Heimat in der österreich-ung. Monarchie. Bis sie den österreichischen KK Bahnbediensteten Anton, der aus Südmähren, Feldsberg, heute Valtice, stammte, in Triest ehelichte.
Das junge Paar Anton und Antonia heiratete 1907 in der Kirche San Antonio Nuovo (in Triest am Ende des Canal Grande) und lebte einige Jahre in Triest und später – die Bahn rief den Großvater - im nicht weit entfernten Görz, wo mein Vater zur Welt kam.
Die große Katastrophe des Ersten Weltkrieges zerstörte nicht nur die Stadt Görz – die Isonzo-Schlachten forderten Hunderttausende Tote und Verwundete – sondern auch die Existenz und Heimat der Familie. Nach dem Kriegsende – sie waren Österreicher – gingen oder besser „wurden sie“ mit ihren mittlerweile 5 Kindern nach Niederösterreich „gegangen“, wo Großvater den Soldatenrock gegen die Eisenbahneruniform tauschen konnte. Denn auch für ihn gab es keine Heimatstadt Feldsberg mehr – diese wurde Tschechien zugeschlagen.

Niemals haben meine Großeltern und später auch deren Nachkommen die verlorene Heimat aufgesucht.

Es existierte lediglich eine jetzt mehr als 100 Jahre Ansichtkarte der Stadt Görz mit einer Kennzeichnung „hier“. Diese hat mir ein Familienmitglied vor einiger Zeit zukommen lassen.

Ein geheimer Wunsch ging jetzt in Erfüllung – wir haben eine Ahnenreise „unter dem Doppeladler“ unternommen, um diese Spur von Anton und Antonia zu verfolgen.

Herr und Frau Wienermädel, von den winterlichen Wetterkapriolen in Wien sowieso nicht angetan, packten einen Dreitageskoffer und ab ging es nach Süden!

Kaum eine Wiener Familie hat nicht vor Jahrzehnten die Fahrt durchs Val Canale – über die alte Reichsstrasse zur Sommerfrische an die Adria-Badeorte Lignano usw. unternommen. Wir waren also bald an der Raststätte „Dreiländerecke“ – Nostalgieort für alle Adria-Urlauber und Segler – und weil es gerade Mittag war, kehrten wir dort ein.



Wir wollten über Italien fahren, denn die Slowenen verlangen unverschämter Weise den Halb-Jahrespreis für ihre Autobahnvignette – das sponsern wir wirklich nicht!
So ging es bis Udine auf bekannter Strecke und dann ins Hinterland nach

Görz (deutscher Name, wie er in den Dokumenten meiner Vorfahren steht)
Goriza – italienisch, wie die Stadt heute heißt und
Gorica, wie sich der slowenische Stadtteil nennt

Die Stadt hatte den hinreißenden Charme einer altösterreichischen Stadt, war sie doch die Drehscheibe des Handels zwischen Österreich und Italien. Die Grafen von Görz waren einige Generationen lang mit den bedeutendsten Herrscherhäusern Europas verschwägert.







An die verheerenden Isonzoschlachten wird man an jeder Ecke durch Mahnmale, Kriegsmuseen und Schlachtenpanoramen erinnert.





Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam Görz zu Italien, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Görz eine geteilte Stadt, 57 Jahre lang stand ein Zaun (!) zwischen den beiden Stadtteilen italienisch und slowenisch, hier verlief die Grenze zwischen West- und Osteuropa. 2004 wurde der Zaun abgetragen, auf beiden Seiten ist der Euro Zahlungsmittel, die Grenze kann ungehindert passiert werden.
Die Stadt ist durch ihre Lage im Hinterland und die Teilung nur mehr ein Schatten ihrer selbst und lebt vom vergangenen Glanz der Monarchie.

Unsere Quartiersuche war nicht so einfach wie wir dachten, wir wollten nicht gerade im zauberhaften Golfhotel im Umland von Görz, dem friulanischen Collio,
wohnen :-)) – ein Privatquartier oder ein Albergo hätten uns gereicht. Nach einigen Runden in und um Gorizia wurden wir fündig und lernten den vorher erwähnten verblichenen Charme der kk Monarchie kennen.
Der Albergo hat schon bessere Zeiten gesehen, Signora begrüßte uns sehr freundlich auf Italienisch mit wenigen deutschen Brocken, mit Hilfe eines einigermaßen deutsch sprechenden Gastes konnten wir den Ort, von dem weg das Foto auf unserer Ansichtskarte aufgenommen worden war, ungefähr bestimmen, so wollten wir uns auf den Weg machen um den Ort einzugrenzen, wo das Haus stand, in dem sie gelebt haben.

Das obere Bild zeigt die ca. 100 Jahre alte Ansicht, das Bild darunter haben wir vom Hügel des Castello gemacht - wir vermuten, dass in diesem Bereich das Haus stand. Teil 1 der Aktion war damit positiv beendet!

Signora kochte für uns Abendessen, weil wir sowieso nicht verstanden, was in der italienisch gehaltenen Speisekarte stand, nahmen wir, was wir bekamen. Es war gut. Auch der Wein aus der Region der Tocai Friulano, eine autochtone Rebsorte Norditaliens – die EU hat das aus Markenschutzgründen für den ungarischen Tokajer abgestellt und er wird zukünftig nur mehr „Friulani“ heißen, schmeckte hervorragend.



Unser Zimmer war schön, der Parkplatz vor der Türe, die Heizung war aufgedreht (denn auch dort hatte es abends nur 5°C) und Signora sagte, in einer halben Stunde wäre es warm.

Kennt ihr die italienischen Bettdecken? Für uns Alpenländer, die wir Steppdecken und Tuchenten haben um uns gegen die Kälte zu schützen, ist ein Leintuch, in das eine Decke eingeschlagen ist, und dieses dann noch beim Fußende unter die Matratze geklemmt wird, und das noch in einem Doppelbett, ein Wahnsinn.
Die Heizung glühte, jedoch im Zimmer war es kalt, das Wasser kam nur kühl aus der Leitung, die Abendtoilette fiel ziemlich spärlich aus. Schnell, schnell unter die Decke, dachten wir, TV war eh nur RAI, Augen zu, wir waren müde. Unter der Decke war es feuchtkalt, die Füße konnte man nicht bewegen, weil die Decke unten eingeklemmt war, wenn sich der Herr Wienermädel bewegte, zog es an der Seite herein und es wurde noch kälter. Noch dazu maulte er: „ Ich komme mir vor, wie in einem Wickelpolster!“ Ich holte aus dem Kasten eine weitere Decke und legte sie über die Betten, die Zudecke wurde noch schwerer.
Wenn man einen Arm herausstreckte, fror die Schulter ein, die Nase war sowieso eiskalt ..Alles geht vorbei, auch diese Nacht, Herr Wienermädel freute sich auf das Frühstück.
Zwieback und Fredi-Kekse mit Butter und Marmelade standen da. Den Kaffee durften wir wählen. Herr Wienermädel isst so etwas nicht, er orderte Schinken, Käse und Wurst, sie kam mit einer italienischen Vorspeisenplatte für mehrere Personen!

Wir versuchten ihr verständlich zu machen, dass es uns zu kalt war. Na eh klar, zwischen 22 und 4 Uhr wird die Heizung abgedreht, und der kleine Heizkörper packte das in der verbleibenden Zeit nicht.

Wir sind im Süden !!!


Sonntag, 22. März 2009

Hohenruppersdorf ... mehr darüber


Wir haben uns wiedereinmal herumgetrieben - eine Weinprobe in Hohenruppersdorf beim
Biohof-Pratsch mit lieben Freunden war unser Wochenendprogramm - was soll man denn sonst tun, bei meist kaltem Wind und unfreundlicher Witterung kann man sich nur in gastfreundliche Kellerstuben verziehen! Weil keiner von uns bei einer Weinverkostung Traubensaft getrunken hat, haben wir uns hier einquartiert und waren rundherum zufrieden.
Der Keller ist wieder gut bestückt und wir sehen den kommenden winterlichen Tagen gelassen entgegen.

Aus dem Bildarchiv



Beim Kramen in alten Fotos gefunden "Tante Lini vor dem eigenen Geschäft" steht auf der Rückseite, es muss sich um die 1875 geborene Tante Pauline handeln, es ist nicht überliefert, wo in Wien sich dieses Geschäft befand.

Samstag, 14. März 2009

Was ist heut' für ein Tag ?

Heut is Sonntag

heut is Lumpentag.

Wann alle Tag Montag Knödeltag,

Dienstag Nudeltag,

Mittwoch Strudeltag,

Donnerstag Fleischtag,

Freitag Fasttag,

Samstag Zahltag,

Sonntag Lumpentag wäre,

waar ma lustige Leut.

(Volkslied)

Wir kennen den Muttertag, den Vatertag, den Valentinstag, mittlerweile auch den Frauentag , aber kennen wir den "Tag des Fremdenführers", den "Welttag der Kranken" den "Tag der Logopädie" und was-weiß-ich-noch welche Gedenk-und-Aktionstage ?

Einmal im Jahr präsentiert man uns das Wort-des-Jahres , schreibt über Tiere-und-Pflanzen des Jahres und Herr Assinger fragt nach dem Österreich-Wort des Jahres.

Wir kaufen das Spiel-des-Jahres und träumen vom Motorrad-des-Jahres.


Und nächstes Jahr fangen wir von vorn wieder an !!

Die Gesichter einer Stadt - Reisende erleben Wien


Das war der Titel einer Lesung, die in der Galerie Heinrich, in den von einem Goldschmiedemeister betriebenen Veranstaltungsräumen, stattfand.





Wie Reisende - angefangen von Walther von der Vogelweide, über Lady Montague, Joseph von Eichendorff, Heinrich Laube bis Ingeborg Bachmann Wien gesehen haben, wurde in ausgewählten Texten mit musikalischer Begleitung vorgetragen.





Zitieren wir Heinrich Laube, gebürtiger Schlesier und späterer Direktor des Wiener Burgtheaters, wie er seine ersten Eindrücke von Wien schildert:


Ich hatte mir Wien so vorgestellt. Ein weites, behagliches Talbecken, rings mäßig hohe grüne Berge, überall frischer, lichtgrüner Rasen, inmitten die bequem hinschlendernde Donau, blitzende weiße Häuserreihen, Bäume dazwischen und wieder Häuser und Bäume, bis in die Berge hinein. ...... Hier ist Griechenland, hier ist Klassik, der Augenblick gilt. Die Dinge sind so wie sie aussehen. Sie sollen und wollen weiter nichts bedeuten. Sie wollen genossen sein.....Zieh den Samtrock und die weißen Beinkleider an, geh hinaus auf die Strasse, küsse die Mädchen und iss Backhendl....




Nach der Lesung - zurückgeholt aus der "Goldenen Wiener Backhendlzeit" gab es ein gemütliches Zusammensitzen in dem angeschlossenen Lokal des Goldschmiedes - insgesamt eine ideale Symbiose für Handwerk, Kunst, Kleinkunst und Kultur, der wir wünschen, dass sie weiterhin angenommen wird.



Ein erwähnenswertes Detail: In dem restaurierten Kellerlokal kann man auf der Stiege die original Wienerberger Ziegel mit dem Doppeladler und den Initialen "H" und "D" für Heinrich Drasche, den Herren des Wienerberger Ziegelimperiums, sehen! Jener Heinrich Drasche, der gegenüber der Baustelle der Wiener Oper 6 Parzellen erworben hat und dort ein riesiges Zinshaus errichten liess - die monströse Ziegelburg von Hansen, die auf Sicardsburgs und van der Nülls Theatergebäude drückte und vielleicht mit ein Grund für die viele zeitgenössische Kritik am Bau des Opernhauses war:


Der Sicardsburg und van der Nüll,

die haben beide keinen Styl,

ob Gotik oder Renaissance

das ist ihnen alles ans

Spotteten die Wiener

Freitag, 13. März 2009

Wie bin ich froh, dass es eine U-Bahn gibt oder "Sigibua im Gulaschmuseum"

Unsere Freunde "Sigibua und Sunny" haben eine echte "Wiener G'schicht" erlebt, die uns amüsiert hat. Sigibua, ein e-Bayer, hat ein Ölbild verkauft, das zu Hause keinen Platz fand, der Käufer war ein Gastronom, der sein Lokal mit Ölgemälden dekoriert; zum Kaufpreis erhielt Sigibua vom Gastwirt einen Gutschein und so nahm die Geschichte ihren Lauf:

Sigibua erzählt:





Ein Abend im Gulaschmuseum :

Also, wir waren doch an meinem Geburtstag dort, weil ich einen Gutschein für Speisen und Getränke für 2 Personen vom Besitzer dieses Lokals erhalten habe. Ich habe meinen Sohn Christoph mit seiner Freundin eingeladen und wir fuhren mit dem Auto zum gewünschten Ziel. Dort gibt es – wie Ihr ja wisst – keinen Parkplatz. Also ab in die Garage beim Stephansplatz. Ich weiß nicht, ob Ihr dort schon einmal geparkt habt, aber das ist abenteuerlich. Man fährt auf eine Rampe, vorher müssen alle Passagiere aussteigen und man sollte die Spiegel einklappen, aber das kann ich nicht… .. Dann muss man sich als Fahrer ein Ticket ziehen und man geht durch 2 Schleusen. Man muss verschiedene Knöpfe betätigen, sonst kommt man nicht raus und das Auto verschwindet nicht in den Tiefen der Garage. Schon beim Auffahren auf die Rampe rumpelts fürchterlich und man glaubt, man hat sich die Ölwanne abgerissen. Dann geht man in die erste Schleuse und betätigt einen schwarzen Knopf. Dann muss man das Ticket in einem Automaten schieben und kommt so aus der zweiten Schleuse raus. Dann rumpelts und pumpelts wieder und das Auto wird irgendwo in den Tiefen der Garage verfrachtet. Man kann das alles über Monitor verfolgen. Danach haben wir den Platz des Grauens mit dem Ticket verlassen.






Im Gulaschmuseum wurden wir freundlich empfangen und zum Tisch begleitet.


Nichtraucherlokal!!!


Wir bestellten: 1 Kesselgulasch, 1 Fiakergulasch, 1 Schwammerlgulasch und 1 Truthahngulasch. Dazu 2 Bier und 2 Almdudler. Die Getränke und die Speisen kamen rasch, der Kellner hatte einen guten Schmäh und mein Bild, dass ich dem Besitzer über e-Bay verkauft habe, war schon in der Startposition. D.h. es war noch nicht an der Wand, aber stand seitlich bei der Bar.

Mein Fiakergulasch war gut – aber keine Offenbarung – das Kesselgulasch war wirklich Spitze und das Schwammerlgulasch, wie auch das Truthahngulasch habe ich nicht gekostet. Laut meiner zukünftigen Schwiegertochter war das Schwammerlgulasch net schlecht. Das Truthahngulasch war „nicht zum Essen“ , aber das hat mir Sunny erst bei der Heimfahrt gestanden, sonst hätte ich es zurückgeschickt. Denn ich wusste nicht, dass ein Truthahn so viele Flaxen hat…


Die Damen wollten nichts mehr trinken, also bestellten wir 2 Männer noch 2 Biere. Danach die Rechnung. Für 4 Biere, 2 Almdudler und die 4 Gulasch wurden 72,- Euro verlangt. Der Gutschein wurde abgezogen und somit bezahlte ich für die Konsumation mit Trinkgeld 45,- Euro. Net schlecht, oder??? Wenn man also die 72.- Euro umrechnet, wären das so rund 1.000,- Schillinge…… Da geh ich ins Maxim und bin dort sehr intim und küsse alle Damen…. etc. Also Gastronomie hat sich zumindest für mich im 1. erledigt….. Nach 2 Stunden verließen wir das Lokal und gingen wieder Richtung Garage… Dort angekommen musste ich erstmal 9,- Euro bezahlen, dann das Ticket in einen weiteren Automaten stecken und via Video konnten wir verfolgen, wie sich der Schlitten zu meinem Auto bewegte. Mein Auto – genau konnte man das nicht sehen – wurde irgendwie „upgepickt“, eingeschleust und in den Lift gesteckt. Wurde mittels Lift zur Ausgangsschleuse befördert, mit der Schnauze in die Fahrtrichtung gedreht und das Tor öffnete sich. Dann konnten wir einsteigen. War aber ein Fehler, denn, wenn man einsteigt – überhaupt so schwere Kolosse wie Sunny und ich – senkt sich der Wagen. Aber dann muss man ja raus, aus dem Schlitten und da tat er sich schwer, der BMW….. Die Ölwanne und die Bodenplatte bestätigten mir das mit einem lauten Knirschen, aber wir waren drüber hinweg und waren draußen. Gott sei Dank keine Schäden am Auto, aber es war wirklich abenteuerlich…

Wie gut ist es, lieber Sigibua, dass wir die Innenstadt ausnahmslos mit der U-Bahn aufsuchen, umsomehr hat uns dein Geschichterl gefallen, danke für den "Gastbericht".


Mittwoch, 11. März 2009

Dingsbums....des Jahres

es gibt allerhand ... des Jahres! Meine Frühlingssehnsucht und der Eisvogel veranlassten mich, nach dem Baum des Jahres 2009 zu googeln, weil diese Verleihung irgendwie an mit vorbeigegangen ist.
Hier habe ich gelesen, dass die Birke zum Baum des Jahres 2009 gekürt wurde - und suchte mit Begeisterung einige Frühlingsbilder (=Mai) von unseren drei Birken im Salzkammergut:



Stimmt nicht, sagt Herr Wienermädel, hier steht, der Bergahorn wäre der Baum des Jahres.


Egal, ich bleib dabei und warte, bis der Schnee unter den drei Birken weg ist.

Dienstag, 10. März 2009

Der Amtsschimmel wiehert nicht mehr!




Wenn ein neuer Reisepass fällig wurde, war das - nach meiner Erinnerung - immer sehr zeitaufwendig. Zum Fotografen gehen, Passanträge nach Hause holen, alle erforderliche Dokumente herrichten, Stempelmarken kaufen, zu den Amtstunden auf das Passamt pilgern, eine Nummer ziehen, und lange Wartezeit in Kauf nehmen. Nocheinmal persönlich zum Abholen erscheinen.


Heute war das anders. Der Fotograf wusste, wie er ein Foto für den biometrischen Reisepass zu machen hatte - da gibt es nichts mehr zu lachen, aber auch nichts mehr herzuzeigen! Dieses Bild kommt jedenfalls nicht in das Familienalbum.

Den Reisepass kann man jetzt bei jedem Mag. Bezirksamt beantragen oder - sehr lobenswert

hier nachlesen, wie man eine Terminreservierung per Internet vornimmt - so problemlos hat noch kein Amtsweg funktioniert - Formular online ausfüllen, aus vorgeschlagenen Terminen den gewünschten auswählen, mit Foto und dem alten Pass hingehen, die Gebühren berappen, unterschreiben, in 10 Minuten fertig.

Den neuen Pass bringt die Post.


Montag, 9. März 2009

Tomi ist 3 Jahre geworden - Tamás 3 éves !


Stolz präsentieren wir die Geburtstagstorte - 3 Jahre ist Tomi nun schon.
Wir haben wiedereinmal ein ungarisches Familienfest miterleben dürfen - immer stand etwas zu Essen und zu Trinken auf dem Tisch - den Großteil der Unterhaltung verstehen wir nicht und trotzdem ist es immer ein gemütliches und fröhliches Beisammensein.
Bei Klara und Andi bedanken wir uns für die viele Mühe, die sie hatten, um die große Familie zu bewirten - ein Frauentag, wie er im Buche steht.

Frauentag in Ungarn


Obwohl der Frauentag zum ersten Mal 1909 in den USA stattfand, hat er sich doch mehrheitlich in den ehemaligen Oststaaten etabliert - hätten wir nicht eine rumänische Schwiegertochter gehabt, wäre er uns nicht aufgefallen.


Da wir unsere familiären Bande seit geraumer Zeit auch nach Ungarn ausgeweitet haben ( tu felix Austria nube!) haben wir gestern anlässlich einer Familienfeier miterleben dürfen, welche Bedeutung diesem Tag dort zugemessen wird: die Blumengeschäfte haben geöffnet und in den Strassen gehen die Männer wie bei uns zum Muttertag mit Blumensträussen und Bonbonieren!


Es war selbstverständlich, dass für die anwesenden Frauen Blumen vorbereitet waren!

Die Herren der österreichischen Abordnung waren gut ausgestattet und hatten "boldog nönap" eingeübt!


Mittwoch, 4. März 2009

Unverhofft kommt oft ...mehr..

Eigentlich hatten wir gestern Abend etwas anderes vor, aber die Nachfrage von Freunden, ob wir uns einer Heurigenrunde anschließen wollten und zudem noch abgeholt würden - kann man da "nein" sagen ?



So kam es, dass wir nach längerer Zeit wiedereinmal in Grinzing waren.

Gut unterhalten, getrunken und gegessen, Spass gehabt!


Seit es Nichtraucherzonen gibt, können Kinder bedenkenlos zum Heurigen mitgenommen werden - die Kleine übt allerliebst mit der Mineralwasserflasche.

Schon einmal etwas von "Schluckaufschneiden" gehört? Plötzlich stand ein Glas Wasser mit einem Messer drinnen da, austrinken, Schluckauf vorbei!

Montag, 2. März 2009

Foodwatch - light und heavy.. mehr beim ORF


wenngleich wir auch auf deutsch verstehen würden, was man uns sagen will - endlich erheben sich Stimmen gegen lange Transportwege, BIO und Leichtprodukte.
Unlängst habe ich 4 Stück Äpfel - laut Etikett Idared - Bio - Österreich - erstanden, riesengroß und dunkelrot. Von einem schnitt ich ein Scherzel zum sofortigen verkosten ab - irrtümlich blieb der angeschnittene Apfel in der Küche liegen - am nächsten Tag war die Schnittfläche noch fast weiß! Gibt es so etwas ? Ich weiß noch nicht genau, ob wir die Äpfel essen werden, sie sind mir nicht koscher !
Manche Zeitungen schreiben jetzt schon von Etikettenschwindel - Äpfel aus Südamerika werden als österreichische deklariert und auch anderen Herkunftbezeichnungen des Handels wäre nicht zu trauen.
Mein alter Aufreger: Knoblauch - ich muss nach Ungarn fahren, um Knoblauch aus europäischer Erde kaufen zu können, denn bei Billa + Co gibt es diesen nur aus China und Argentinien!