
Eigentlich wussten wir mit dieser Frucht nie so richtig was anzufangen, die ledrige Haut, die vielen Kerne – er war einfach nicht „in“
Das hat sich geändert.
Das amerikanische Ehepaar Stewart und Lynda Resnick haben den POM Wonderful zu einer Megabrand ausgebaut (der Name kommt von „Pomegranate“ und der Obstsorte „Wonderful“). Auch bei uns ist der POM jetzt ein Renner. In den Supermarktregalen finden wir Juice und Sirup aus dieser biblischen Frucht.
Als wir auf das neue Kultgetränk, den „Pomtini“ stießen, wurden wir neugierig: Einfach Granatapfelsaft mit Martini aufspritzen. Darüber hinaus findet man unter „Pomtini“ weitere Cocktail-Rezepte
hier
Was ist nun so toll an dieser Frucht?
Man kann es natürlich nicht beweisen, aber es wird vermutet, dass der Granatapfel
jene Frucht war, mit der Eva Adam verführte, in vielen alten Kulturen und Religionen wird er erwähnt – als Grabbeigabe bei den Ägyptern, im Koran, in der griechischen Unterwelt.
Nachgesagt wird ihm heute vielfältige medizinische Heilkraft:
- Die als Aphrodisiakum anregende Wirkung schreibt man einer Substanz zu, die sich in den Kernen finden lässt, einem Alkaloid, dem „Piperidin“
- Der Granatapfel schützt das Herz
Die Phenole aus Rotwein und grünem Tee sind bekannt, im Granatapfel sind aber nicht nur höchst wirkungsvolle Antioxidantien, es scheint, dass sie außerdem in der Lage sind, Arteriosklerose zu verhindern, indem sie das schlechte Cholesterin reduzieren und damit unsere Blutgefäße elastisch halten.
- Der Granatapfel enthält in seinen Kernen so genannte Phytoöstrogene, also pflanzliche Pseudohormone – also eine weibliche Frucht!
- Der Granatapfel wird als biologische Krebsabwehr bei Prostatakrebs bezeichnet – also eine männliche Frucht
Ob wir all diesen Studien glauben oder nicht – wir haben eine Frucht gekauft, geöffnet, ausgepresst, den Saft verkostet. Zum Vergleich Juice gekauft, verkostet, natürlich auch einen POMtini gemixt und alles für gut befunden.
Dazu haben wir einige Tipps für die Anwendung gefunden:
Die roten Kerne des Granatapfels schmecken in Fruchtsalaten und Desserts. Auch in Blattsalaten sind sie für einen fruchtigen Farbtupfer gut.
(Nicht gefunden haben wir Tipps, wie man den Kerne von den Fruchtresten befreit - Anwendung getrocknet oder wie ...? Anm . d. Red.)
Unentbehrlich sind die Kerne in der orientalischen Küche, z.B. einem Reis-Pilaw mit Nüssen und Granatapfelkernen.
Aus dem Saft der Kerne wird Sirup hergestellt, der als Grenadinesirup in keiner Bar fehlt. Außerdem eignet sich der Saft für Sorbets
Habt ihr auch schon Erfahrungen mit diesem Wunderapfel?